Wieder Hubschrauberabsturz in Sibirien | Aktuell Welt | DW | 22.10.2016
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Russland

Wieder Hubschrauberabsturz in Sibirien

Ein Hubschrauberflug wurde mehreren Mitarbeitern einer Ölfirma im Norden Russlands zum Verhängnis. 19 Passagiere kommen beim Absturz ums Leben. Die Suche nach der Absturzstelle gestaltete sich wegen Nebels schwierig.

Der Absturz des Helikopter vom Typ Mi-8 ereignete sich nach Angaben der russischen Staatsanwaltschaft nahe der Stadt Novi Urengoi. Rettungskräfte konnten nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums drei schwer verletzte Überlebende aus dem Wrack bergen. Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen. Dem Ministerium zufolge wurden die Suche nach dem Absturzort und der anschließende Rettungseinsatz durch Nebel und schlechte Sicht schwer behindert. Der Absturzort konnte erst sieben Stunden nach dem Unglück gefunden werden.

Ursache unklar

Die Wetterbedingungen hätten vermutlich auch zum Absturz beigetragen, teilte die russische Luftsicherheitsbehörde mit. Aber auch technische Ursachen oder ein Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften seien denkbar.

Der russische Präsident Wladimir Putin kondolierte den Angehörigen der Opfer, wie sein Sprecher Dmitri Peskow den russischen Nachrichtenagenturen sagte. Der Gouverneur der Region, Dmitri Kobylkin, rief einen Trauertag aus. Im vergangenen Jahr waren nahe der sibirischen Stadt Igarka 15 Menschen bei einem Absturz ebenfalls eines Mi-8 ums Leben gekommen.

Zahlreiche Abstürze des Typs

Die Lizenz des Hubschraubers war Berichten zufolge noch bis 2017 gültig. Die Maschine war demnach seit 1984 im Einsatz. Bruchlandungen von Hubschraubern sind keine Seltenheit in Russland. Der Agentur Tass zufolge sind seit Anfang 2015 sechs Helikopter des Typs Mi-8 abgestürzt. Dabei kamen insgesamt mindestens 31 Menschen ums Leben.

cgn/uh (ape, afp, dpa)

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