Wie der Mond den Pop eroberte | DokFilm | DW | 21.07.2019
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Wie der Mond den Pop eroberte

Geschichten über den Mond lieferten Inspiration für unzählige Lieder der Popmusik. Der Wettlauf um die erste Mondlandung und die Mythen, die sich um den Erdtrabanten ranken, haben die Popkultur zu einigen ihrer besten Songs angeregt.

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Der Mond ist eine erstklassige Projektionsfläche für Hoffnungen und Nöte. Und nirgends zeigt sich das so deutlich wie in der Popmusik. Den Songs über den Mond aus gut 60 Jahren Popgeschichte hört man nicht nur an, wie die Musik sich im Laufe der Zeit verändert, sondern auch, wie sehr sich das Bild vom Mond wandelt - abhängig von Ort und Zeit. Während des Vietnamkrieges besang Creedence Clearwater Revival den "Bad Moon Rising" als böses Omen - bei Neil Young hingegen lässt er als "Harvest Moon" sein mildes Licht auf die Ernte der Getreidefelder fallen und die Gefühle für eine nie vergessene Liebe wieder aufflackern. Der erste Schritt auf dem Mond war nicht nur für die Menschheit ein großer, sondern auch für den Mond selbst: Er wurde zum Symbol des Coolen. Musiker der noch jungen Rockmusik, wie Elton John oder Steve Miller, sangen von Raumfahrern auf dem Weg in die Zukunft der Menschheit. Doch so rasch wie die Zukunftseuphorie nachließ, verdunkelte sich auch der Mond in den Liedern des Pop. Pink Floyds "Dark Side of the Moon" wird zur bestverkauften Platte in der Geschichte der Musik - und der Mond zur Metapher für die Abgründe des Menschen. In David Bowies "Space Oddity" schließlich bleibt allein die Ahnung der unendlichen Einsamkeit des Menschen im All. Ein rauschhafter Bilderbogen, der das sehnsüchtige Verhältnis zum Mond mit Klassikern des Pop, neu animierten Clips und skurrilen Archivfunden musikalisch, erzählerisch und visuell auf den Punkt bringt.