1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

WHO: 41 Millionen Kinder zu dick

26. Januar 2016

Millionen Kinder weltweit leiden bereits vor ihrem fünften Geburtstag an Übergewicht oder Fettleibigkeit, verkündete die Weltgesundheitsorganisation. Mitschuld sei aggressive Werbung für ungesundes Essen.

https://p.dw.com/p/1HjbA
Georgien Dicke Kinder bei McDonald's Schnellrestaurant Übergewicht Foto: AP Photo/ Shakh Aivazov
Bild: AP/S. Aivazov

6,1 Prozent der Unter-fünf-jährigen sind zu dick. So heißt es im Bericht, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag (25.01.2016) in Genf vorstellte. Insgesamt sind das 41 Millionen Kinder weltweit. Mit 48 Prozent lebt fast die Hälfte der dicken Kinder in Asien, ein Viertel in Afrika.

Vor 25 Jahren, im Jahr 1990 lag der Anteil mit 31 Millionen Kindern noch bei 4,8 Prozent. Am stärksten gestiegen sei die Zahl in armen Ländern und Schwellenländern. In Afrika habe sich die Zahl der übergewichtigen Mädchen und Jungen von 1990 bis 2014 von 5,4 Millionen auf 10,3 Millionen nahezu verdoppelt, heißt es in der Untersuchung.

Grundlage für die Einstufung ist der Body-Mass-Index (BMI), der sich aus dem Verhältnis von Körpergröße zu Gewicht errechnet.

Die Kommission wandte sich mit Empfehlungen direkt an die Staaten. "Ein stärkeres politisches Engagement ist notwendig, um die globale Herausforderung von kindlichem Übergewicht und Fettleibigkeit anzugehen", teilte der Co-Vorsitzende der Kommission, Peter Gluckman, mit. Die Vorschläge der WHO: Standards für Schulessen, eine Zucker-Steuer und weniger Werbung für ungesundes Essen. Zudem sollten Kinder zu mehr Bewegung und Sport angehalten werden und weniger Zeit vor Computern und TV-Geräten verbringen.

Übergewicht und Fettleibigkeit mache Kinder nicht nur körperlich, sondern auch psychisch krank. Die Betroffenen könnten in eine soziale Isolation geraten und seien spätestens als Erwachsene von Krankheiten wie Arthrose, Diabetes und Herzprobleme bedroht. Im Erwachsenenalter könnten Übergewichtige aufgrund der medizinischen Risiken schneller in wirtschaftliche Schwierigkeiten abrutschen als gesunde Menschen.

bo/fs (dpa/epd)