Wer hat Angst vorm Black Friday? | Podcast Wirtschaft | DW | 23.11.2017
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Podcast Wirtschaft

Wer hat Angst vorm Black Friday?

Profite durch Stahl +++ Proteste gegen Siemens +++ Rabattschlacht beim Black Friday +++ Ein Ständchen für den Berliner Flughafen

Audio anhören 17:07

Die Firma ThyssenKrupp ist das, was man einen diversifizierten Industriekonzern nennt: Maschinen, Aufzüge, Flugzeug- und Schiffbau - es gibt kaum einen Bereich, in dem die Essener nicht aktiv sind. Bei der Stahlherstellung gehört das Unternehmen zu den weltweit größten Produzenten. Doch ausgerechnet das Stahlgeschäft möchte das Management gerne loswerden und in ein Joint Venture mit dem indischen Konkurrenten Tata auslagern - sehr zum Ärger der Gewerkschaften. Heute präsentierte das Unternehmen seine Jahresbilanz. Und die zeigt: Das Stahlgeschäft läuft wieder besser, aber unterm Strich machte ThyssenKrupp Verlust.

Proteste gegen Siemens

Vor einer Woche schockte der Münchener Industriekonzern Siemens mit der Ankündigung, weltweit fast 7000 Stellen abzubauen – die Hälfte davon in Deutschland. Mitarbeiter und die Gewerkschaft wollen das nicht kampflos hinnehmen und demonstrierten heute in Berlin.

Rabattschlacht beim Black Friday

An diesem Donnerstag wird in den USA Thanksgiving gefeiert. Der Freitag danach wird "Black Friday" genannt und ist für die Einzelhändler des Landes inzwischen der wichtigste Tag im Jahr. Mit Sonderaktionen und Rabatten versuchen sie, Kunden anzulocken. Doch was einst als Startschuss für das Weihnachtsgeschäft begann, ist inzwischen etwas außer Kontrolle geraten.

In Europa wurde die Rabattschlacht erst durch amerikanische Online-Händler populär, bis heute ist zu vor allem ein Online-Phänomen. Ausgedehnt auf mehrere Tage, wird sie auch Cyber Week genannt. Wie wichtig sie für Handelsplattformen im Internet inzwischen ist, hat eine Kölner Unternehmensberatung untersucht.

2000 Tage Pleiten, Pech und Pannen

Dass es bei großen Bauprojekten zu Verzögerungen kommen kann, ist nicht ungewöhnlich – die endlose Kette von Pannen und Fehlern beim Berliner Hauptstadt-Flughafen dagegen schon. Ursprünglich war die Eröffnung für den Herbst 2011 geplant. Als mit einem Jahr Vorlauf bekanntgegeben wurde, dass der Termin nicht zu halten war, machte sich noch niemand Gedanken. Der Folgetermin war für den 3. Juni 2012 geplant – und wurde sehr kurzfristig abgesagt, nur vier Wochen vorher, da waren die Einladungskarten schon gedruckt. Genau 2000 Tage sind seitdem vergangen. Doch noch immer ist der Flughafen nicht eröffnet, es gibt nicht einmal einen offiziellen Termin. Um die Zeit zu überbrücken, daher an dieser Stelle ein kleines Ständchen.


Redakteur am Mikrofon: Andreas Becker
Technik: Jonas Imminger