Wer folgt auf Nikki Haley als US-Botschafter bei den Vereinten Nationen? | Aktuell Amerika | DW | 10.10.2018
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Vereinte Nationen

Wer folgt auf Nikki Haley als US-Botschafter bei den Vereinten Nationen?

Zwei bis drei Wochen hat sich US-Präsident Donald Trump zugestanden, um die Nachfolge von Nikki Haley zu regeln. Mehrere Namen kursieren bereits - darunter auch der von Trumps Tochter Ivanka.

Israel Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem (Reuters/R. Zvulun)

"Eine Wucht" für die Vereinten Nationen: Ivanka Trump

Dina Powell, die frühere Vize-Sicherheitsberaterin von Donald Trump, sei eine der fünf möglichen Kandidaten für das Amt des UN-Botschafters, so der US-Präsident. Wer neben Powell in der engeren Auswahl für den Spitzendiplomatenposten bei den Vereinten Nationen ist, sagte Trump nicht. Der derzeitige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, sei zwar nicht darunter; er könnte aber auch ihn in Betracht ziehen.

USA Dina Powell Stellvertretende Sicherheitsberaterin (Reuters/J. Bourg)

Beerbt Dina Powell Nikki Haley als UN-Botschafterin?

Keine Vetternwirtschaft

Trump brachte sogar seine eigene Tochter Ivanka ins Spiel. Als US-Botschafterin bei den UN wäre sie "eine Wucht", er räumte aber ein, dass er sich mit einer Nominierung seiner Tochter dem Vorwurf der "Vetternwirtschaft" aussetzen würde. Auch Ivanka Trump selbst dementierte umgehend auf Twitter.


Es sei eine Ehre für das Weiße Haus zu arbeiten. Sie sei überzeugt, dass der Präsident einen guten Ersatz für Haley benennen werde - sie sei es aber nicht, so Trumps Tochter.

Spekulationen nach Rücktritt

Am Dienstag hatte Trump bei einem gemeinsamen Auftritt mit Nikki Haley im Weißen Haus angekündigt, dass die UN-Botschafterin zum Ende des Jahres "eine Auszeit nehmen" wolle. Darüber habe sie ihn bereits vor einem halben Jahr informiert. Was Haley in der Zukunft tun wird, blieb offen. Auch der Grund für ihren Rückzug löste viele Spekulationen aus.

USA Nikki Haley, US-Botschafterin bei den UN & Donald Trump, Präsident (Reuters/J.Ernst)

Ein einvernehmlicher Rückzug?

Gerüchte, sie wolle sich selbst als Präsidentschaftskandidatin für 2020 positionieren, dementierte sie bei dem Termin im Weißen Haus selbst. Als eine mögliche andere Erklärung gilt, dass Haley sich nach einem besseren Job in der Privatwirtschaft umschauen könnte. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP hat Haley ernorme Schulden, unter anderem eine Million Dollar für eine Hypothek. Erst am Montag seien Vorwürfe laut geworden, Haley habe teure Geschenke angenommen und womöglich nicht korrekt deklariert.

Fast immer auf Trump-Linie

Seit Januar 2017 war Haley UN-Botschafterin ihres Landes. Für den Posten in New York brachte die ehemalige Gouverneurin von South Carolina zwar wenig außenpolitische Erfahrung mit. Sie profilierte sich aber schnell als wortgewandte Fürsprecherin von Trumps harter Linie in der US-Außenpolitik, so beim Rückzug der USA aus dem UN-Menschenrechtsrat.

Dennoch gab es Momente, in denen sie sich von der Linie des Weißen Hauses abzusetzen versuchte, etwa in der Frage um Sanktionen gegen Russland. In einem TV-Interview sprach sie sich für weitere Sanktionen aus, während Washington ohne sie zu informieren eine Kehrtwende machte - mit dem Hinweis, Haley sei "verwirrt". Dies wies die UN-Botschafterin scharf zurück.

fab/AR (afp, dpa, APE)

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