Wenn Schüler sich in Auschwitz filmen | DokFilm | DW | 26.01.2018
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Wenn Schüler sich in Auschwitz filmen

Tausende junge Israelis unternehmen jedes Jahr eine besondere Klassenfahrt: Die "Reise nach Polen" führt sie in ehemalige Konzentrationslager und Gedenkstätten. Ihre Erlebnisse halten sie in YouTube-Videos fest. #uploading_holocaust ist der erste Dokumentarfilm, der zu 100 Prozent aus YouTube-Material besteht und zeigt, wie sich die Erinnerung an den Holocaust im digitalen Zeitalter verändert.

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In einer Zeit, in der es immer weniger Holocaust-Überlebende gibt, die von ihren Erfahrungen berichten können, will die junge Generation das kollektive Trauma vor dem Vergessen bewahren. Was als Suche jedes Einzelnen nach Spuren seiner Familiengeschichte beginnt, wird mehr und mehr zu einer Art gemeinsamer Pilgerfahrt, die es den jungen Israelis ermöglicht, den Verlust und das Leid ihrer Vorfahren nachzuvollziehen. Videos werden zu einem wichtigen Instrument des Erinnerns: Auf ihrer Reise filmen die Jugendlichen jeden Zeitzeugen, jede Gaskammer und jede Gedenkfeier. Sie produzieren ihre ganz eigene Version der Geschichte, laden sie auf YouTube hoch und teilen sie in den sozialen Netzwerken. Die beiden israelischen Regisseure Udi Nir und Sagi Bornstein durchsuchten die Video-Plattform unter dem Schlagwort "Reise nach Polen" und setzen den Film aus unzähligen Quellen zusammen. Authentisch, emotional und eindringlich dokumentiert die deutsch-israelische Koproduktion die Erlebnisse, intimen Gedanken aber auch die ausgelassenen Momente der Klassenfahrt in YouTube-Videos. Den Regisseuren gelingt es, einen aufwühlenden Blick auf den Umgang der 4. Generation mit dem Holocaust zu werfen.