Wenn die Rente nicht zum Leben reicht | Reporter - Vor Ort | DW | 20.01.2018
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Wenn die Rente nicht zum Leben reicht

Seit Jahrzehnten altert Deutschland rapide, das bringt auch das Rentensystem ins Wanken. Immer mehr Deutsche sind von Altersarmut bedroht und auf zusätzliche Minijobs angewiesen oder auf Gratisessen von Hilfsorganisationen.

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Fast sein ganzes Leben hat Herbert gearbeitet, als Schweißer und als Seemann. Über seine Rente hat er allerdings nie nachgedacht. Jetzt ist Herbert 65 Jahre alt und kommt mit seinen Altersbezügen kaum über die Runden. Hobbys und Urlaubsreisen kann er sich nicht leisten, und auch im Alltag ist das Geld knapp. In Deutschland gibt es immer mehr Menschen, denen es so geht wie Herbert. 15 Prozent der Rentner hier leben an der Armutsgrenze, die Quote ist so stark gewachsen wie in keiner anderen Bevölkerungsgruppe. Herbert ist auf Lebensmittelspenden angewiesen, und er geht Flaschen sammeln, selbst auf der Reeperbahn. Leicht fällt ihm das nicht, aber Herbert hat keine andere Chance, so wie viele andere Rentner auch im reichen Deutschland. Herbert muss sammeln - Armut in Deutschland Eine Reportage von Axel Rowohlt