Wenn Boden zur Ware wird - Rumäniens Agrarland vor dem Ausverkauf | DokFilm | DW | 07.04.2018
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Wenn Boden zur Ware wird - Rumäniens Agrarland vor dem Ausverkauf

Rumänien ist zu einem Paradies für „Landgrabbing“ geworden. Immer größere Flächen Ackerland gelangen in die Hände von ausländischen Großinvestoren, die von EU-Subventionen und günstigen Preisen profitieren – meist zu Lasten der einheimischen Bauern.

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Seit einer Gesetzesänderung von 2014 sind Rumäniens Weide- und Ackerflächen für ausländische Investoren höchst attraktiv. Luxemburger, Holländer, Deutsche, selbst Saudis - sie alle mischen mit. Sie streichen beim Kauf hohe EU-Subventionen für eine landwirtschaftliche Nutzung ein - eine Art Ausverkauf von Land in großem Stil. Heimische Kleinbauern, für die sich die landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr rechnet, verkaufen notgedrungen. Doch nicht selten wird das gekaufte Land gar nicht landwirtschaftlich genutzt. Weide- und Ackerflächen werden zwar als solche gekauft, bleiben jedoch unbestellt liegen oder gehen in Privatbesitz über. Die Leidtragenden dieser Entwicklung sind die Einheimischen. Die Biodiversität wird durch Monokulturen zerstört. Billige Agrarprodukte aus dem Ausland machen die heimischen Märkte kaputt. Einer ganzen Generation rumänischer Bauern wird buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen.