Weniger Arbeitslose trotz schwächelnder Konjunkturaussichten | Wirtschaft | DW | 30.04.2019
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Deutschland

Weniger Arbeitslose trotz schwächelnder Konjunkturaussichten

Wieder einmal ein Rekord: Die Arbeitslosenzahlen sinken im April auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Damit hatten noch rund 2,23 Millionen Menschen keinen Job.

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, erklärte, mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung sei die Arbeitslosigkeit weiter gesunken. Im Vergleich zum Vormonat März gab es 72.000 weniger Arbeitslose und 155.000 weniger als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig nähmen die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen zu, während sich die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern auf sehr hohem Niveau bewege, so Scheele.

Dies ist insofern bemerkenswert, weil die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum gesunken sind. Forschungsinstitute und die Bundesregierung hatten ihre Prognosen für dieses Jahr gesenkt. Die Bundesregierung rechnet nur mit einem Plus von 0,5 Prozent, nach 1,4 Prozent 2018.

Positive Daten aus Europa

Dagegen hat sich die Wirtschaft der Eurozone ihr Wachstum überraschend verdoppelt. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Januar und März um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von 02, Prozent im Herbst.

Die Zahl der Arbeitslosen ging europaweit ebenfalls zurück. Die Quote sank hier um 0.2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat auf 7,7, Prozent. Der Rückgang erfolgte in allen EU-Ländern, außer Dänemark und Schweden, wo die Zahl der Menschen ohne Job stabil blieb.

fab/lh (dpa, rtr)

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