Weniger Angriffe auf Asylunterkünfte | Aktuell Deutschland | DW | 12.10.2018
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Deutschland

Weniger Angriffe auf Asylunterkünfte

In diesem Jahr gab es von Januar bis Ende September 110 Straftaten gegen Asylbewerberheime. Rechnerisch erfolgte damit alle zweieinhalb Tage ein entsprechender Übergriff.

Berlin Flüchtlingsunterkunft Junge Fahrrad (Imago/C. Mang)

Eine Flüchtlingsunterkunft in Berlin

Die Zahl der Anschläge auf Asylunterkünfte hat sich in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA). Demnach zählten die Behörden in den ersten neun Monaten dieses Jahres 110 entsprechende Straftaten.

Während im Gesamtjahr 2017 im Durchschnitt jedes Quartal mehr als 80 solcher Taten verübt wurden, waren es in diesem Jahr im Schnitt 36. Nach Angaben des Blattes handelt es sich dabei allerdings um vorläufige Zahlen, in der Regel gibt es später noch eine Reihe von Nachmeldungen.

Täter: Rechtsextremisten

Fast alle Straftaten (108 von 110) hatten laut Bundeskriminalamt einen rechtsradikalen Hintergrund. In den meisten Fällen handelte es sich um Sachbeschädigung (38), Schmierereien und Propaganda (36), sowie vereinzelt Gewaltdelikte und Volksverhetzung.

Im Gesamtjahr 2017 registrierten die Behörden 312 Straftaten gegen Asylbewerberheime, 2016 waren es bundesweit 995 und im Jahr 2015 - auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise - 1031.

se/pg (dpa, kna, afp, rtr)