Welt empört sich über Nordkorea | Aktuell Welt | DW | 13.12.2012
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Welt

Welt empört sich über Nordkorea

"Hoch provokativ" und "völkerrechtswidrig": Die internationale Staatengemeinschaft hat den Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete scharf verurteilt - und will sich nun Konsequenzen überlegen.

Der nordkoreanische Raketenstart stelle eine klare Verletzung von Resolutionen des UN-Sicherheitsrates dar, erklärte das höchste Gremium der Vereinten Nationen nach einer Sondersitzung in New York. Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrats würden ihre Beratungen über eine "angemessene Antwort" fortsetzen. Unklar ist noch, wie sich Nordkoreas traditioneller Verbündeter China positionieren wird, der als permanentes Mitglied gegen jeden Beschluss des Sicherheitsrats sein Veto einlegen kann.

Demonstration der Stärke?

Vor allem die USA, Südkorea und Japan vermuten hinter dem Raketenstart den militärischen Test einer Waffe, die mit Atomsprengköpfen bestückt auch die Vereinigten Staaten erreichen könnte. Das kommunistische Land erklärte hingegen, die "Unha-3"-Trägerrakete habe wie geplant einen Wettersatelliten in die Erdumlaufbahn gebracht.

Video ansehen 01:34

Nordkorea feiert Raketenstart

Der Raketenstart fällt mit den Gedenkfeiern zum ersten Todestag von Kim Jong Il am 17. Dezember zusammen. Sein noch nicht 30-jähriger Sohn Kim Jong Un war kurz nach dem Tod des langjährigen Alleinherrschers zum neuen obersten Führer Nordkoreas ausgerufen worden. Nach Meinung von Beobachtern will der neue Machthaber Stärke demonstrieren.

"Unmissverständlich"

"Dieser provokatorische Akt verschärft die Spannungen in der Region und droht die koreanische Halbinsel weiter zu destabilisieren", betonte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates in Washington.

Die Europäische Union prüft nach Angaben ihrer Außenbeauftragten Catherine Ashton neue Sanktionen gegen das bereits weithin isolierte Land. Das Auswärtige Amt in Berlin bestellte den nordkoreanischen Botschafter ein. Dem Diplomaten sei die Haltung der Bundesregierung zu dem völkerrechtswidrigen Raketenstart "unmissverständlich" klargemacht worden, heißt es aus Berlin.

wa/sti (dpa, afp, dapd, rtr)

Audio und Video zum Thema