Weiterer Prozess gegen Harvey Weinstein | Aktuell Amerika | DW | 22.07.2021
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#MeToo

Weiterer Prozess gegen Harvey Weinstein

In New York sitzt der frühere Hollywood-Mogul bereits für 23 Jahre in Haft. Nun beginnt in Los Angeles ein weiteres Verfahren wegen Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch.

Ex-Filmproduzent Harvey Weinstein erschien in einem Rollstuhl und mit Handschellen vor dem Gericht in Los Angeles - und plädierte auf nicht schuldig. Allerdings ließ er nur seinen Anwalt Mark Werksman für sich sprechen. Die Verteidigung hatte lange versucht, die Überstellung von Weinstein aus dem Gefängnis im Bundesstaat New York zu verhindern. Kommende Woche muss der 69-Jährige wieder vor Gericht erscheinen.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm die Vergewaltigung und sexuelle Nötigung von fünf Frauen in den Jahren 2004 bis 2013 vor. Insgesamt gibt es elf Anklagepunkte. Weinstein wird unter anderem beschuldigt, im Februar 2013 ein italienisches Model in einem Hotel in Beverly Hills vergewaltigt und anschließend Lauren Young, eine angehende Schauspielerin, im Badezimmer eines anderen Hotels sexuell missbraucht zu haben. Young trat bereits als Zeugin im Prozess in New York auf.

Harvey Weinsteins Anwalt Mark Werksman bei seinem Pressestatement vor dem Justizgebäude in Los Angeles

Harvey Weinsteins Anwalt Mark Werksman bei seinem Pressestatement vor dem Justizgebäude in Los Angeles

Im Falle eines Schuldspruchs in allen Punkten drohen ihm 140 Jahre Haft. Insgesamt haben rund 90 Frauen, darunter bekannte Schauspielerinnen wie Angelina Jolie, Salma Hayek und Gwyneth Paltrow, Weinstein sexuelle Belästigung oder Gewalt vorgeworfen. Bereits seine Verurteilung im vorigen Jahr war ein Meilenstein der US-Rechtsgeschichte. In dem Fall, durch den die #MeToo-Bewegung maßgeblich mit ausgelöst wurde, hatte die Jury den Aussagen mehrerer Zeuginnen geglaubt  und nicht den Unschuldsbeteuerungen von Weinsteins.

rb/AR (AFP, AP, dpa, Reuters)

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