Weitere Festnahme nach tödlichen Schüssen in Utrecht | Aktuell Europa | DW | 20.03.2019
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Niederlande

Weitere Festnahme nach tödlichen Schüssen in Utrecht

Die niederländische Polizei hat im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen in einer Straßenbahn in Utrecht einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Der Verdacht auf ein "terroristisches Motiv" scheint sich zu erhärten.

Der Festgenommene sei ein 40-Jähriger aus Utrecht, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann sei von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden. Er werde verdächtigt, in den Angriff "involviert" gewesen zu sein, seine Rolle dabei werde "weiter untersucht". Nähere Einzelheiten nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Als Hauptverdächtiger gilt der 37 Jahre alte Gökmen T., der am Montagabend nach stundenlanger Fahndung gefasst worden war. Er soll in einer Straßenbahn drei Menschen erschossen und drei weitere Personen schwer verletzt haben.

Hinweise auf "terroristisches Motiv"

Unterdessen verdichteten sich Hinweise auf ein "terroristisches" Motiv. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten mit, ein Brief im Fluchtauto (Artikelbild) des mutmaßlichen Täters deute in diese Richtung. Zudem wurde in dem Wagen eine Schusswaffe gefunden.

Zuvor geäußerte Vermutungen, es könnte sich um ein Familiendrama gehandelt haben, haben sich nach Ansicht der Ermittler nicht bestätigt. "Nach unseren Erkenntnissen gab es zwischen den Opfern und dem mutmaßlichen Täter keine Verbindung", heißt es in einer Erklärung der Behörden.

Unruhe vor den Regionalwahlen

Überschattet von dem Angriff in Utrecht wählen die Niederländer an diesem Mittwoch ihre regionalen Parlamente. Zugleich wird auch über die Zusammensetzung der Ersten Kammer des nationalen Parlaments entschieden, die mit dem deutschen Bundesrat vergleichbar ist.

Nach den jüngsten Umfragen dürfte die Mitte-Rechts-Koalition unter dem rechtsliberalen Premier Mark Rutte ihre Mehrheit in der Ersten Kammer verlieren. Hohe Gewinne werden dagegen zwei rechtspopulistischen Parteien vorhergesagt: der Partei für die Freiheit von Geert Wilders sowie dem Forum für Demokratie.

mak/nob (afpe, rtre, dpa, afp)

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