Weitere Drohmail nach Festnahme von Tatverdächtigem aufgetaucht | Aktuell Deutschland | DW | 09.04.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Rechtsextremismus in Deutschland

Weitere Drohmail nach Festnahme von Tatverdächtigem aufgetaucht

Bundesweit werden rechtsextremistische Drohmails an Juristen, Behörden und Prominente verschickt. Bislang ging die Polizei von einem Absender aus. Neuere Ermittlungen belegen, dass mindestens zwei Täter aktiv waren.

Bundesweite Serie mutmaßlich rechtsextremer Drohmails (picture-alliance/dpa/C. Rehder)

In Schleswig-Holstein, verhaftete die Polizei einen Tatverdächtigen

Nachdem ein Verdächtiger von der Polizei verhaftet worden war, tauchte ein erneutes Drohschreiben gegen die Berliner Generalstaatsanwältin Margarete Koppers auf. Dieser Vorgang lässt die Vermutung zu, dass es sich nicht um einen Einzeltäter handelt. "Diese Mail ist uns bekannt, wir nehmen sie sehr ernst und gehen dem mit Hochdruck nach", sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Aktuell müsse von mindestens zwei Tätern ausgegangen werden. Ob und inwieweit diese zusammengearbeitet hätten, sei Gegenstand der Ermittlungen, heißt es weiter.

In dem mit "Staatsstreichorchester" unterzeichneten Drohschreiben werden 100 Millionen Euro in der Kryptowährung "Monero" gefordert. Neben der persönlichen Drohung gegen die Staatsanwältin wird unter anderem mit "Pogromen" gedroht. Kein Jude, Moslem, Journalist oder linker Politiker solle sich mehr sicher fühlen, zitierte der RBB aus dem Schreiben, das am Sonntagabend verschickt worden sein soll. In der Mail droht eine unbekannte Gruppe auch mit der Entstehung einer neuen Terrorgruppe.

Über 200 Drohungen über das Internet

Im Zusammenhang mit mehr als 200 seit April 2018 versandten Drohschreiben rechtsextremen Inhalts an Gerichte, Behörden, Institutionen, Politiker, Anwälte, Journalisten und Prominente wie die Schlagersängerin Helene Fischer sitzt seit dem vergangenen Wochenende ein 31-jähriger Tatverdächtiger in Schleswig-Holstein in Untersuchungshaft.

cgn/fab (afp, dpa)

Die Redaktion empfiehlt