Weimar und heute | DokFilm | DW | 31.03.2020
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DokFilm

Weimar und heute

Gleichen die Ideologien völkischer Gruppierungen der Weimarer Zeit denen der heutigen Strömungen? Die Dokumentation zeigt Übereinstimmungen - die rechte Szene in Deutschland ist so breit aufgestellt wie seit dem Nationalsozialismus nicht mehr.

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Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber man kann aus ihr lernen. Die Jahre der Weimarer Republik waren gekennzeichnet durch Nachkriegstraumata, Straßenkämpfe, rivalisierende Gruppen, politische Extreme, Geldentwertung und Armut. Aber auch durch einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung, eine freiheitliche demokratische Ordnung und ein parlamentarisches Parteiensystem. Niemand hätte geahnt, dass nur wenige Jahre später mit dem Nationalsozialismus alle Errungenschaften der jungen Demokratie hinweggefegt werden würden. Aber es gab Zeichen, Hinweise. Und heute? Es geht um junge rechte Bewegungen und die Wählerschaft von Parteien damals wie heute. Welche Mittel wenden rechte Bewegungen und Parteien zur Durchsetzung politischer Ziele an? Welche Parolen, Menschen- und Feindbilder spielen heute und spielten damals eine Rolle? Der Film richtet seinen Blick auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Wie hat sich das Europa von heute in wenigen Jahren verändert, wie haben rechte Strömungen so an Einfluss gewinnen können? Damals fielen Demokratien auf dem ganzen Kontinent der Reihe nach wie Kartenhäuser in sich zusammen. Und heute? Die rechte Szene ist mit der AfD in allen deutschen Parlamenten zur relevanten Größe in der Bundesrepublik geworden, geeint durch eine völkische und zum Teil rassische Ideologie, die direkt an das Gedankengut der dreißiger Jahre anknüpft. Damals haben Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit die Menschen scharenweise in die Arme rechter Menschenfänger getrieben. Was also, wenn es morgen zu einer neuen Krise kommen sollte, die die Menschen verunsichert? Wie stabil wären unsere Demokratie und ihre Errungenschaften?