Weihnachtsgeschäft wichtiger als Strafzölle | Aktuell Amerika | DW | 13.08.2019
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US-chinesischer Handelsstreit

Weihnachtsgeschäft wichtiger als Strafzölle

Die Preise für Mobiltelefone, Laptops und Spielzeug aus China werden für US-Verbraucher zunächst wohl nicht steigen. Diese Artikel und auch manch anderes bleiben bis 15. Dezember von US-Sonderzöllen ausgenommen.

Neben den genannten Elektronikartikeln sollen auch Geschenkartikel wie iPhones, Turnschuhe oder auch manche Kleidungsstücke bis Mitte Dezember von den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzöllen auf chinesische Güter in Höhe von zehn Prozent ausgeschlossen werden, wie die Regierung in Washington mitteilte. Und auch bestimmte, für die Gesundheit oder die nationale Sicherheit wichtige Produkte blieben permanent ausgeschlossen, erklärte das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. Eine Aufstellung der Produkte solle in Kürze veröffentlicht werden, hieß es weiter.

Trump will keine teuren Weihnachtspräsente

Eigentlich sollten die neuen Zölle für Produkte aus China ab September greifen. Mit der Verschiebung der erhöhten Importzölle für Konsumgüter will die Regierung in Washington nun aber ganz offensichtlich Preiserhöhungen vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft vermeiden und bei den US-Konsumenten punkten. Trump sagte die Zölle seien aufgeschoben worden, "damit sie für die Weihnachtszeit nicht relevant sind".

Die USA und China stecken seit über einem Jahr in einem erbitterten Handelsstreit fest und überzogen sich seitdem gegenseitig mit Strafzöllen auf Waren im dreistelligen Milliardenwert. Ab September sollten neue Abgaben auf chinesische Importe im Umfang von 300 Milliarden Dollar (268 Milliarden Euro) hinzukommen. Die Aktienkurse an der Börse in New York erholten sich umgehend nach der Ankündigung aus Washington.

Das Handelsministerium in Peking teilte unterdessen mit, der chinesische Verhandlungsführer Liu He habe mit dem US-Handelsbeauftragten Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin telefoniert. Innerhalb der nächsten zwei Wochen solle es ein weiteres Gespräch geben. Die jüngsten Verhandlungen im Handelsstreit hatten allerdings keine Annäherung gebracht.

qu/uh (dpa, rtr, afp)

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