Weißrussen und Deutsche wollen gemeinsam Schicksale von Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges klären | Russland & GUS | DW | 29.04.2002
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Russland & GUS

Weißrussen und Deutsche wollen gemeinsam Schicksale von Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges klären

– Zugang zum Archivmaterial soll erleichtert werden

Minsk, 26.4.2002, INTERFAX-SAPAD, russ.

Weißrussland und Deutschland wollen gemeinsam Forschungen über die Schicksale von Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges einleiten. Wie "Interfax" am Freitag in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Weißrussland mitgeteilt wurde, werden die Dresdner Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft und das Nationale Zentrum für Archivmaterial und Dokumentation sowie das Staatssicherheitskomitee Weißrusslands am 29. April Verträge über die Zusammenarbeit unterzeichnen.

Nach Ansicht von Vertretern der diplomatischen Mission Deutschlands werden diese Abkommen zur Umsetzung eines wichtigen internationalen Forschungsprojektes beitragen, dessen Ziel darin besteht, die Schicksale sowjetischer Kriegsgefangener in Deutschland und die Schicksale deutscher Kriegsgefangener und Internierter auf dem Territorium Weißrusslands zu klären. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sollen der internationalen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dieses Projekt werde von der Bundesregierung Deutschland seit 1999 unterstützt, hieß es in der Botschaft.

Der deutschen Seite zufolge sehen die Verträge vor, dass weißrussische Behörden entsprechendes Archivmaterial für die Arbeit an diesem Projekt bereitstellen. Zugang zum Material werden auf diese Weise durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten alle Forschungseinrichtungen, Archive und Institute (neben dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auch das Bundesarchiv, der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes und das Institut für Gegenwartsgeschichte) erhalten. (lr)

  • Datum 29.04.2002
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