Weg mit dem Müll: Brasiliens neues Abfallkonzept | Global Ideas | DW | 13.11.2019
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Global Ideas

Weg mit dem Müll: Brasiliens neues Abfallkonzept

Abfall soweit das Auge reicht - damit ist jetzt Schluss. Nachdem die größte Müllhalde Lateinamerikas vor den Toren Brasílias geschlossen wurde, gibt es jetzt eine moderne Deponie. Abfallmanagement mit Vorbildcharakter.

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Brasilien: Müll als Unifach

Projektziel: Das Projekt ProteGEER unterstützt die Einführung einer nationalen Abfallpolitik in Brasilien. Durch den Einsatz klimafreundlicher Technologien sowie Kooperationen mit Wirtschaft und Wissenschaft leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Projektdurchführung: Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) berät Ministerien und Kommunen sowie die Privatwirtschaft, eine klimafreundliche Abfallwirtschaft aufzubauen. Dazu arbeitet die GIZ in ganz Brasilien mit Hochschulen zusammen. So werden unter anderem Aufbaustudiengänge in der Abfallwirtschaft entwickelt. Außerdem fördert die GIZ den Austausch zwischen deutschen und brasilianischen Wissenschaftseinrichtungen.

Projektfinanzierung: Die Internationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (IKI) fördert das Projekt.

Projektdauer: Mai 2017 — April 2021

Brasilien hat im Jahr 2010 ein Gesetz zum Umbau der nationalen Abfallentsorgung auf den Weg gebracht. Alle illegalen Mülldeponien sollten geschlossen werden. Doch 2500 dieser Halden gibt es heute noch. Die Müllberge auf ihnen wachsen und auch die Treibhausgasemissionen steigen weiter an.

Die größte Müllkippe Lateinamerikas, vor den Toren der Hauptstadt Brasílias, aber wurde Anfang 2018 geschlossen und durch eine moderne Deponie und Sortieranlage ersetzt. Fast 1000 ehemalige Müllsammler wurden an den modernen Anlage angelernt.

Das Projekt soll auch Modell für andere brasilianische Städte sein. Hier arbeitet man mit lokalen Universitäten zusammen und bildet Ingenieure im Fachbereich nachhaltige Abfallwirtschaft aus. Das Ziel: Die ganze Industrie soll so deutlich klimafreundlicher werden.

Die DW traf ehemalige Müllsammler, um sich die Fortschritte im Projekt anzuschauen, aber auch um mehr über die Herausforderungen zu erfahren.

Ein Film von Bianca Kopsch

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