Was bringen Sanktionen gegen den Iran? | Fokus Nahost | DW | 19.11.2009
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Fokus Nahost

Was bringen Sanktionen gegen den Iran?

Iran lehnt Kompromissangebot ab +++ Wasserrecycling in Israel +++ Wasser als politisches Druckmittel

Ali Akbar Salehi, Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Foto: ISNA

Negative Antwort von Ali Akbar Salehi

Die Geduld der internationalen Gemeinschaft im Atomkonflikt mit dem Iran geht nach den Worten von US-Präsident Barack Obama zu Ende. Die Welt werde nicht tatenlos weitere end- und ergebnislose Verhandlungen mit Teheran ohne konkrete Ergebnisse hinnehmen, sagte Obama am Donnerstag (19.11.2009), nachdem der Iran zuvor das aus dem Westen vorgelegte "Kompromissangebot" zur Urananreicherung im Ausland abgelehnt hatte. Obama zeigte sich enttäuscht über diese Antwort und kündigte an, die USA und ihre internationalen Partner hätten begonnen, über Konsequenzen zu beraten. Der Iran müsse eine "klare Botschaft" erhalten. "Wir erwarten, dass wir in den kommenden Wochen ein Paket von möglichen Schritten entwickeln, die dem Iran unsere Ernsthaftigkeit zeigen", sagte Obama. "Sanktionen greifen nicht", sagt Christoph Bertram im DW-Interview: "Das hat die Vergangenheit gezeigt und sie haben eher das Regime noch gestärkt." Bertram ist Autor des Buches: "Partner, nicht Gegner: Für eine andere Iran-Politik".

Ausgetrocknete Erde, Foto: ap

Israel erlebt schwere Trockenheit - welche Lösungen gibt es?

Israel sucht nach neuem Wasser

Zu biblischen Zeiten verwandelte man im Heiligen Land Wasser in Wein - heute würde das in Israel niemand mehr machen, zu wertvoll ist Trinkwasser in der Region geworden: "Israel vertrocknet" plakatiert die staatliche Wassergesellschaft seit Oktober landesweit. Und im Fernsehen fordern TV-Spots dazu auf, man möge Wasser sparen - und etwa den Brauch einstellen, sich morgens und abends zu duschen und den Rasensprenger nicht mehr 24 Stunden laufen zu lassen. Gegen die zunehmende Trockenheit suchen derzeit auch Experten bei der Wasser- und Umwelttechnologie-Messe Watec vom 17. bis 19. November 2009 in Tel Aviv Lösungen. Dabei geht es unter anderem um Wasser-Recycling und die Entsalzung von Meerwasser.

Wasser als politisches Druckmittel

Palästinensisches Kind an einem Wassertank, Foto: ap

Dreht Israel den Palästinensern den Hahn ab?

Trotz Dürre und Hitze in den vergangenen Jahren wäre eigentlich genug Wasser für alle da: Israel und das palästinensische Westjordanland verfügen über große unterirdische Wasserspeicher, die beide Völker ausreichend versorgen könnten, auch wenn es weniger regnet. Aber Israel verweigert den Palästinensern den Zugang zum Wasser und zapft für sich selbst reichlich aus dem See Genezareth und den Grundwasserspeichern. So wurde der Jordan zum kümmerlichen Abwasserkanal, das Tote Meer verschwindet langsam - und in den Palästinensern herrscht Wassernotstand.

Redaktion: Ina Rottscheidt/ Stephanie Gebert

Audio und Video zum Thema

  • Datum 19.11.2009
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