Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter | Wirtschaft | DW | 21.03.2018
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Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst

Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter

Die Gewerkschaften haben bundesweit Zehntausende zu Warnstreiks mobilisiert - und auch an diesem Mittwoch gehen die Proteste weiter. Besonders ungemütlich wird es wohl im Rheinland.

Siegen Warnstreik Ver.di (Imago/R. Traut)

Protestaktion der Gewerkschaft Verdi in Siegen (NRW)

An den Warnstreiks im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst haben sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi bundesweit mehr als 35.000 Mitarbeiter beteiligt. Aktionen habe es in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Bayern gegeben.

Einer der Schwerpunkte war der Ballungsraum Ruhrgebiet. In den Städten Dortmund, Bochum, Essen, Wuppertal, Gelsenkirchen, Recklinghausen und Duisburg kam der öffentliche Personennahverkehr demnach zum Erliegen. Viele Pendler nahmen stattdessen das Auto, auf den Autobahnen registrierte die Polizei Staus von mehr als 300 Kilometer Länge.

Hannover Verdi Warnstreik im öffentlchem Dienst Staus (Imago/localpic)

Viele Pendler stiegen aufs Auto um - Staus waren die Folge

Druck auf Arbeitgeber

Mit weiteren Streiks will Verdi den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber erhöhen. Am Mittwoch soll es dafür erneut zu Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen kommen. Besonders die Bewohner der Städte Köln und Düsseldorf werden sich mit nicht fahrenden öffentlichen Verkehrsmitteln wie U-Bahnen und Bussen abfinden müssen. In anderen Städten wie Gelsenkirchen bleiben nahezu alle Behörden und Kindertagesstätten geschlossen.

Die Gewerkschaften fordern für die 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Zudem sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden.

Die Arbeitgeber lehnen den geforderten Mindestbetrag ab. Eine abschließende Verhandlungsrunde soll am 15. und 16. April stattfinden.

Inzwischen haben auch andere Gewerkschaften ihre Mitglieder zu Warnstreiks aufgerufen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) etwa forderte Erzieher und andere sozialpädagogische Fachkräfte zur Arbeitsniederlegung am Donnerstag auf. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt kündigte Warnstreiks für denselben Tag an.

mak/bru (dpa, afp)

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