Wahlschlappe für Hugo Chávez in Venezuela | Fokus Amerika | DW | 27.09.2010
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Fokus Amerika

Wahlschlappe für Hugo Chávez in Venezuela

Regierungspartei verfehlt Zwei-Drittel-Mehrheit bei Parlamentswahlen in Venezuela +++ Brasilien bereitet sich auf Präsidentschaftswahlen vor +++ Argentinien als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse 2010

Anhänger von Präsident Chávez feiern den Wahlsieg der Sozialistischen Einheitspartei Venezuelas (PSUV) (Foto: AP)

Anhänger von Präsident Chávez feiern den Wahlsieg der Sozialistischen Einheitspartei Venezuelas (PSUV)

Wahl gewonnen - Wahlziel verpasst: So fällt die Bilanz der Parlamentswahl für den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez aus. Seine Sozialistische Einheitspartei PSUV kam auf 95 von 195 Sitzen - und verfehlte damit die angestrebte Zwei-Drittel-Mehrheit in der Nationalversammlung. Die Opposition errang mindestens 59 Sitze - und ist damit seit fünf Jahren zum ersten Mal wieder im Parlament vertreten, nachdem sie die vergangenen Wahlen boykottierte hatten. Bislang konnte die Nationale Wahlkommission jedoch keine Prozentzahlen vorlegen, so dass die Wähler nicht wissen, welchen Stimmenanteil die beiden Lager jeweils erreicht haben. Für Präsident Chávez ist das Wahlergebnis ein herber Dämpfer.

Präsidentschaftswahl in Brasilien

Am Sonntag wird in Brasilien ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Amtsinhaber Lula da Silva darf laut Verfassung nicht ein drittes Mal kandidieren. Fokus Amerika zieht in dieser Woche Bilanz über die Arbeit des scheidenden Staatschefs: Wo steht Brasilien heute nach acht Jahren Lula? Wohin hat der einstige Metallarbeiter und Gewerkschafsführer das Land gesteuert? Außenpolitisch hat Brasilien unter Lula in den letzten Jahren international an Bedeutung gewonnen. Viele sehen das Land als Führungsmacht in Lateinamerika. Aber den internationalen Möglichkeiten Brasiliens sind dennoch Grenzen gesetzt.

Argentinien zu Gast in Frankfurt

Am 6. Oktober beginnt die Frankfurter Buchmesse. Gastland ist Argentinien, das - wie viele andere Länder Lateinamerikas - in diesem Jahr das 200jährige Jubiläum der Unabhängigkeit von Spanien gefeiert hat. Anlass für Fokus Amerika, sich diesem Land über seine Literatur zu nähern. Eine der ganz großen Figuren der argentinischen Literatur ist Jorge Luis Borges. 1899 in Buenos Aires geboren, wuchs er zweisprachig auf - englisch und spanisch - und ist Zeit seines Lebens zwischen Argentinien und Europa hin und her gependelt. Sein Werk spiegelt diesen Brückenschlag zwischen den Welten wieder. Im Gespräch mit dem Übersetzer und Borges-Herausgeber Gisbert Haefs nähern wir uns in dieser Sendung dem Leben und Werk von Jorge Luis Borges.

Redaktion: Mirjam Gehrke