Wahlkampfhilfe für Trump von Arabern am Golf? | Aktuell Amerika | DW | 19.05.2018
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US-Präsidentschaft

Wahlkampfhilfe für Trump von Arabern am Golf?

Nicht nur Russland, sondern auch die Monarchen arabischer Staaten sollen Donald Trump auf seinem Weg ins Weiße Haus geholfen haben. Dazu hat laut "NYT" sein Sohn Donald Jr. eigens Repräsentanten der Araber getroffen.

USA Mohammed bin Salman, Kronprinz Saudi-Arabien & Donald Trump in Washington (Reuters/JE. Vucci)

Ziemlich beste Freunde: Der saudische Kronprinz Salman und Donald Trump im März im Weißen Haus

Der älteste Sohn des heutigen US-Präsidenten hat sich der "New York Times" (NYT) zufolge im Jahr 2016 mit einem Repräsentanten zweier Golfmonarchien getroffen, die seinem Vater angeblich zum Wahlsieg verhelfen wollten. Wie die Zeitung berichtet, repräsentierte der US-libanesische Geschäftsmann George Nader bei dem Treffen mit Donald Trump Jr. am 3. August 2016 Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Nader habe Trump Jr. gesagt, dass "die Kronprinzen der beiden Golfmonarchien ganz wild darauf seien", Trump drei Monate vor der Präsidentenwahl zu unterstützen, schreibt die "NYT".

Auch Blackwater-Gründer dabei …

In dem Zeitungsbericht heißt es weiter, dies seien die ersten Anzeichen dafür, dass nicht nur Russland versucht haben könnte, Trump in den Monaten vor der US-Wahl im November 2016 zu unter die Arme zu greifen. Arrangiert worden sei das Treffen, das im Trump Tower in New York stattgefunden habe, von Erik Prince, Gründer der umstrittenen Sicherheits- und Söldnerfirma Blackwater. Ein pikantes Detail: Prince ist der Bruder der heutigen US-Erziehungsministerin Betsy DeVos.

… und ein israelischer Berater

Bei dem Treffen ebenfalls anwesend sei Joel Zamel gewesen, Mitgründer eines israelischen Beratungsunternehmens. Dem Bericht zufolge wollte eine mit Zamel verbundene Firma in einer verdeckten, millionenschweren Kampagne Trump mit dem Aufsetzen Tausender gefälschter Social-Media-Konten unterstützen. Für Zamels Aktivitäten hatte sich laut einem Bericht des "Wall Street Journal" auch bereits FBI-Sonderermittler Robert Mueller interessiert.

Sonderermittler Mueller bohrt weiter

Mueller untersucht, ob es im Wahlkampf 2016 Absprachen zwischen Russland und dem Trump-Team gab. Dabei geht es im Kern darum, wie Russland die Präsidentenwahlen von 2016 beeinflusst haben könnte und ob Trumps Wahlkampf-Team aktiv von Moskau unterstützt wurde. Trump und sein Team leugneten Kontakte zu den Russen immer wieder, bis das FBI diese nachwies.

Donald Trump Jr. (picture-alliance/AP Photo/C. Kaster)

Familienbande zählen bei den Trumps: Donald Trump Jr. - treuer Helfer seines Vaters

Eines der deutlichsten Indizien dafür, dass Russen möglicherweise versuchten, das Trump-Team zu beeinflussen, hat mit Donald Trump Jr. zu tun. Der Trump-Sohn traf sich im Juni 2016 gemeinsam mit Wahlkampfmanager Paul Manafort und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner mit der Anwältin Natalja Wesselnitzkaja und weiteren Russen in New York. Trump Jr. war mit dem Versprechen gelockt worden, man habe kompromittierendes Material über Donald Trumps politische Gegnerin Hillary Clinton.

Auch in Muellers Ermittlungen spielt der US-libanesische Geschäftsmann Nader eine immer größere Rolle. Er hat unter anderem enge Verbindungen nach Russland und wurde von Muellers Team bereits vorgeladen.

US-Recht verbietet es Ausländern, Wahlkämpfe in den USA zu unterstützen. Das gilt sowohl für finanzielle als auch für strategische Unterstützung.

qu/wa (dpa, rtr, NYT)

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