Waffenstillstand im Südsudan hält nicht | Aktuell Afrika | DW | 30.06.2018
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Afrika

Waffenstillstand im Südsudan hält nicht

Als das Abkommen kürzlich unterzeichnet wurde, hatten Regierungsvertreter und Rebellen noch gejubelt. Doch schon wenige Stunden nach Inkrafttreten wurde es gebrochen - beide Seiten beschuldigen den jeweils anderen.

Der Ablauf war auch diesmal ähnlich wie bei vorhergehenden Versuchen, Frieden im Südsudan zu schließen: Es gab eine Einigung, eine gemeinsame Erklärung, die von Regierung und Rebellen gemeinsam unterzeichnet wurde - und nach dem Bruch des Waffenstillstandes beschuldigen sich jede beide Seiten gegenseitig, sich nicht an das Abkommen zu halten. 

Wer hat wen angegriffen?

So erklärte Rebellensprecher Lam Paul Gabriel, die Streitkräfte der Regierung hätten in der Nähe des Ortes Mboro unweit der ugandischen Grenze eine Stellung der Aufständischen angegriffen. Die Vereinten Nationen müssten den Vorfall untersuchen, forderte er. Militärsprecher Lul Ruai Koang erklärte dagegen, die Rebellen hätten eine Stellung der Soldaten attackiert. Die Armee habe schlicht Selbstverteidigung geleistet.

Konflikt dauert seit Ende 2013

Keine Seite machte Angaben zu möglichen Opfern der jüngsten Kämpfe. Der ölreiche afrikanische Staat erlangte 2011 die Unabhängigkeit. Nur zwei Jahre später brach ein Konflikt zwischen den Anhängern von Präsident Salva Kiir vom Volk der Dinka und den Unterstützern seines ehemaligen Stellvertreters Riek Machar vom Volk der Nuer aus. Rund vier Millionen Menschen - etwa ein Drittel der Bevölkerung - sind bislang geflohen, Zehntausende Menschen wurden in dem Konflikt getötet.

bru/wa (dpa, epd)

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