VW zahlt Milliarden für verschrottete Diesel | Wirtschaft | DW | 18.10.2018
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Diesel-Skandal

VW zahlt Milliarden für verschrottete Diesel

Wohin mit dem alten Diesel? VW will mit hohen Prämien vor allem auf die Verschrottung älterer Fahrzeuge setzen. Es geht um bis zu 10.000 Euro. Der deutsche Autobauer bestätigte jetzt entsprechende Zeitungsmeldungen.

Das Angebot soll ab sofort gelten - und zwar bundesweit bei Verschrottung eines Dieselfahrzeugs der Abgasnormen Euro 1 bis Euro 4 eines beliebigen Herstellers, teilte Volkswagen am Donnerstag mit. Mit den Kaufprämien will der Konzern den Erwerb von Neuwagen unterstützen. Die Höhe sei abhängig vom gewählten Modell, in der Spitze sollen es laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa bis zu 10.000 Euro sein. Beteiligt seien die Konzernmarken Audi, Seat, Skoda und VW.

In den 14 deutschen Städten mit besonders belasteter Luft sollen die Besitzer von Diesel-Autos der Normen Euro 4 und Euro 5 zusätzlich Wechselprämien erhalten, die zusätzlich zum Restwert gezahlt würden. Dazu zählt laut einem Bericht der "Bild-Zeitung" eine günstigere Finanzierung. Der maximale Betrag sei allerdings nur für Besitzer besonders großer Fahrzeuge vorgesehen, hieß es in dem Zeitungsbericht.

Streit um die Nachrüstung

Im kürzlich vorgestellten Diesel-Konzept der Bundesregierung sind Umtauschaktionen neben einer Nachrüstung der Hardware als Möglichkeit vorgesehen, um die Luft in Städten mit hoher Schadstoffbelastung zu verbessern. VW und auch andere Autohersteller lehnen technische Nachrüstungen aber ab. Auch Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will vor allem auf Kaufanreize setzen. Nun streitet die Regierungskoalition in Berlin über mögliche Milliarden-Bußgelder für Autobauer. Hintergrund ist die Weigerung der Hersteller für eine technische Nachrüstungen älterer Diesel-Autos die Kosten vollständig zu übernehmen. 

Deutschland Autohersteller Opel - Firmenlogo (Getty Images/AFP/Y. Schreiber)

Der Diesel-Skandal erreicht auch Opel

Diesel-Skandal und kein Ende

In dieser Woche hatte die Staatsanwaltschaft München dem Autobauer Audi, der zum VW-Konzern gehört, ein Bußgeld von 800 Millionen Euro aufgebrummt. Grund seien "Abweichungen von den regulatorischen Vorgaben" bei bestimmten Dieselmotoren, so die Behörde.

Anfang der Woche war zudem bekannt geworden, dass mit Opel der nächste deutsche Autobauer im konkreten Verdacht steht, die Abgase von Dieselfahrzeugen mit umstrittenen Software-Funktionen manipuliert zu haben. Das Bundesverkehrsministerium hatte einen amtlichen Rückruf für europaweit rund 100.000 Autos der Typen Insignia, Cascada und Zafira angekündigt.

djo/ar/stu (dpa, Bild.de)

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