VW verkauft weniger Autos | Wirtschaft | DW | 12.08.2016
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

VW verkauft weniger Autos

Der deutsche Autobauer Volkswagen hat im vergangenen Monat wieder weniger Autos seiner Kernmarke VW verkauft. Angesichts der Ausmaße des Diesel-Skandals nennen Beobachter das Minus "glimpflich".

Herausgerissen hat den VW-Konzern der Absatz in China. Insgesamt ging der Verkauf von Autos der Marke VW weltweit zwar um 1,9 Prozent auf rund 449.000 Fahrzeuge zurück. In China aber konnte VW rund ein Sechstel mehr Autos verkaufen als im Vormonat: immerhin 210.500 Stück. Auch in Osteuropa konnte VW nach den jetzt in Wolfsburg bekannt gegebenen Zahlen zulegen.

Dort aber, wo der Skandal um betrügerische Software zur Fälschung von Abgaswerten bei VW-Dieselautos richtig Schlagzeilen gemacht hat und macht, brechen die Verkäufe weiterhin weg. In den USA, wo der Skandal aufgedeckt wurde, lag das Minus bei 8,1 Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland verkaufte VW im Juli sogar 15,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Dazu kommen noch Probleme auf den britischen Inseln, die offenbar mit der Brexit-Entscheidung zusammen hängen. Ende Juni hatten die Briten entschieden, aus der EU auszutreten, im Juli lag der Verkauf von Autos der Marke VW um 9,5 Prozent unter dem Vorjahr. Das Brexit-Votum hat den Käufern offensichtlich die Laune verdorben.

Deutschland Volkswagen Logo in Frankfurt am Main

Probleme nicht nur auf dem Heimatmarkt

Millionen für die Anwälte

"Glimpflich" nennen Beobachter die VW-Zahlen deshalb, weil der Autobauer alles in allem von Januar bis Juni nur knapp ein Prozent weniger Fahrzeuge verkaufte - in der Summe immerhin fast 3,4 Millionen.

Volkswagen hatte unlängst mit einem mehr als 15 Milliarden Dollar teuren Vergleich in den USA Hunderte Sammelklagen von Dieselbesitzern sowie Klagen von Behörden und US-Bundesstaaten beigelegt. Jetzt wurde bekannt, dass der Vergleich den Kläger-Anwälten eine Menge Geld bringen könnte. Sie fordern bis zu 332,5 Millionen Dollar an Gebühren und anderen Rechtskosten, wie aus einem Gerichtsdokument vom späten Mittwochabend hervorgeht. Der zuständige US-Richter Charles Breyer muss die Anwaltsgebühren nun genehmigen

ar/ul (dpa, rtr)

Die Redaktion empfiehlt