VW: Giftiges Schwermetall in E-Autos | Wirtschaft | DW | 31.07.2018
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E-Mobilität

VW: Giftiges Schwermetall in E-Autos

Volkswagen droht der Rückruf von Elektroautos wegen Belastung mit dem giftigen Schwermetall Cadmium. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, sei ein Rückruf durch das Kraftfahrtbundesamt "derzeit in Klärung".

Demnach seien bis zu 124.000 E-Autos betroffen. In ihnen sei ein Ladegerät verbaut, das zu einem geringen Teil Cadmium enthält. Ein Zulieferer habe das Volkswagen gegenüber aber nicht angezeigt. Das Ladegerät wurde inzwischen durch das eines anderen Zulieferers ersetzt und die Produktion wieder aufgenommen.

Einem Zeitungsbericht zufolge habe VW selbst das Kraftfahrtbundesamt am 20. Juli informiert, dass eine mögliche Nicht-Konformität mit der europäischen Altfahrzeuggesetzgebung vorliegen könnte - sie regelt die spätere Entsorgung der Fahrzeuge.

Giftiges Schwermetall

Cadmium kann Krebs auslösen und sein Einsatz ist streng geregelt. Volkswagen habe die Cadmiumspuren in den Ladegeräten gefunden und die Behörden informiert. Demnach wurden pro Ladegerät nur 0,008 Gramm Cadmium festgestellt. Die Ladegeräte wurden zwischen 2013 und Juni 2018 in batterieelektrischen sowie in Hybrid-Fahrzeugen der Marken Volkswagen, Audi und Porsche verbaut.

Die vom Zulieferer eingereichten Materialdaten hätten keine Angaben über die Cadmium-Verwendung enthalten. "Die Serienfertigung und die Auslieferung der entsprechenden Fahrzeuge wurden sofort gestoppt, das betroffene Bauteil durch das eines anderen Zulieferers ersetzt und die Fertigung wieder aufgenommen", erklärte ein Volkswagen-Sprecher in einer schriftlichen Stellungnahme. Das eingebaute Cadmium-Teil befinde sich zudem in einem geschlossenen Gehäuse.

dk/jj (dpa, afp)