VW baut Polo in Kenia | Wirtschaft | DW | 07.09.2016
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Wirtschaft

VW baut Polo in Kenia

Der Wolfsburger Autobauer will auf dem afrikanischen Kontinent wachsen. VW lässt deshalb seinen Kleinwagen Polo nun auch in Kenia fertigen. Nach Südafrika und Nigeria hat VW damit drei Produktionsstandorte in Afrika.

Eine Frau arbeitet an einem Polo im südafrikanischen VW-Werk (Foto: picture-alliance/Volkswagen/F. Gentsch)

In Südafrika werden bereits VW-Polos gefertigt

Schon im kommenden Jahr sollen in Kenia 5000 Autos vom Typ Polo Vivo vom Band rollen. Mit der Fertigung begonnen wird bereits in diesem Jahr. Der entsprechende Vertrag wurde heute in Nairobi im Beisein von Kenias Präsident Uhuru Kenyatta unterzeichnet. Laut einer Pressemitteilung von VW will der Konzern damit seine Präsens auf dem afrikanischen Kontinent stärken. Die Produktion des Polos sei der richtige Schritt, "um das enorme Wachstumspotenzial des afrikanischen Automobilmarktes zu nutzen und an dessen positiver Entwicklung teilzuhaben", so VW-Manager Thomas Schäfer laut der Mitteilung.

VW lässt die Polos in einem Partnerwerk von Kenya Vehicle Manufacturers in der Stadt Thika unweit der Hauptstadt Nairobi bauen. Laut VW begrüßte auch der kenianische Präsident die Entscheidung. Die Investition sei wichtig, um die Industrialisierung der Nation voranzutreiben, so Kenyatta. Wie viele Arbeitsplätze dadurch entstehen könnten, ließ VW offen. Allerdings soll ab Ende 2016 ein Trainingscenter eröffnen, um die lokalen Mitarbeiter zu schulen. Schon in den 1960er Jahren hatte VW in Kenia den Käfer zusammenbauen lassen.

Auf der Suche nach neuen Märkten

Neben einem Standort in Südafrika und einer lokalen Fertigung in Nigeria ist es nun der dritte VW-Produktionsort auf dem afrikanischen Kontinent. Das Hauptgeschäft erwirtschaftet der Wolfsburger Konzern dabei in Südafrika, wo mehr als 100.000 Autos jährlich vom Band laufen. Nach Unternehmensangaben ist auch hier der Polo besonders erfolgreich.

Äthiopien VW Käfer Straße

Häufig noch mit alten Modellen präsent: Ein VW-Käfer in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba

Deutschlands größter Konzern mit bislang 119 Fabriken weltweit hatte Ende 2015 angekündigt, vermehrt in neue Märkte in Asien, Südamerika und Afrika investieren zu wollen. Auch wird verstärkt auf neue Antriebstechnologien gesetzt. So kündigte der Konzern heute auch eine Partnerschaft mit einem chinesischen Elektroautoproduzenten an. Doch so richtig nach Feiern ist dem Konzern wohl nicht zumute. Denn VW kämpft noch immer mit den Folgen des Abgasskandals. So muss das Unternehmen schon jetzt Entschädigungen in Milliardenhöhe zahlen, während manche Prozesse erst anlaufen.

nm/uh (dpa/vw)

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