Von Umweltjournalismus bis Selbstzensur: IMS-Studierende in der Praxiswoche | International Media Studies: Studium bei der Deutschen Welle | DW | 19.10.2018
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Studium

Von Umweltjournalismus bis Selbstzensur: IMS-Studierende in der Praxiswoche

In der Praxiswoche haben die Studierenden die Gelegenheit, sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen. In diesem Jahr ging es um Journalisten in Konfliktsituationen, Umweltthemen und Effekte im Videoschnitt.

IMS-Student Khan Rahat Al Rafe will im Dickicht von Studien und Fachbegriffen unbequeme Wahrheiten anschaulich erklären. (DW/E.-M. Senftleben)

IMS-Student Khan Rahat Al Rafe will im Dickicht von Studien und Fachbegriffen "unbequeme Wahrheiten" anschaulich erklären.

Khan Rahat Al Rafe

hat am Seminar "Umweltjournalismus" teilgenommen. Der Klimawandel betrifft alle, findet der IMS-Student, aber ihn zu verstehen ist gar nicht so einfach.

Was hast Du in der IMS-Praxiswoche gelernt?

"Ich habe gelernt, wie man Informationen über die Umwelt intelligent und effektiv vermittelt, zum Beispiel wie man ein Video über ein Umweltproblem konzipiert, oder wie man eine Nachricht oder eine Pressemitteilung schreibt. Umweltkommunikation ist etwas Besonderes, denn ein Großteil davon dreht sich um Wissenschaft und Forschung. Es gibt viele wissenschaftliche Begriffe und technische Konzepte. Ich habe hier mehr darüber gelernt, wie man das für alle verständlich macht."

Warum hast Du dich für diesen Kurs entschieden?

"Ich komme aus Bangladesch, einem Land, das stark vom Klimawandel betroffen ist. Ich hatte vom ersten Semester an den Ehrgeiz, etwas über Wissenschaftsjournalismus und Umweltkommunikation zu lernen. Nun kam endlich die Gelegenheit und ich wusste, dass es dieser Kurs für mich sein musste."

Warum ist dieses Wissen im Medienbereich wichtig?

"In Bangladesch haben wir viele Umweltprobleme, die von den Medien nicht wirklich angesprochen werden. Es fehlt an Fachleuten, die in der Lage sind, über solche Themen zu kommunizieren. Ich sehe mich eines Tages in diesem Bereich."

 

Anna Sevchuk

Die Studentin nimmt am Forschungsprojekt der aktuellen Drittsemester teil. Es geht um Selbstzensur in Konfliktsituationen. Die Studierenden beschäftigen sich seit einem Semester mit dem Thema. In der Praxiswoche wurde es jetzt spannend: Wie passen ihre Forschungsergebnisse zusammen?

Daumen runter für Selbstzensur. IMS-Studentin Anna Sevchuk will wissen, wie Selbstzensur entsteht – und wie man sie vermeiden kann. (DW/E.-M. Senftleben)

Daumen runter für Selbstzensur. IMS-Studentin Anna Sevchuk will wissen, wie Selbstzensur entsteht – und wie man sie vermeiden kann.

Was hast du in der IMS-Praxiswoche gelernt?

"Ich hatte bereits vor dieser Praxiswoche Ahnung von Selbstzensur, weil ich ein Seminar zum Thema besuche und am Forschungsprojekt teilnehme. Ich hatte also schon etwas über Konfliktberichterstattung gelernt und war sogar in der Ukraine, um zu forschen. Dort habe ich Medienexperten zu Selbstzensur interviewt. In der Praxiswoche ging es nun darum, mich mit meinen Kommilitonen aus dem Forschungsprojekt zu treffen und unsere Ergebnisse zusammenzuführen – was eine Herausforderung war. Wir waren alle in verschiedenen Ländern; jeder von uns hatte unterschiedliche Ergebnisse. Ich habe gelernt, wie man daraus gemeinsame Trends ablesen kann."

Warum hast Du dich für diesen Kurs entschieden?

"Ich wollte mich schon seit Langem mit Selbstzensur beschäftigen; ich hatte ja bereits in der Ukraine dazu geforscht. Es war also für mich nur logisch, in der Praxiswoche an diesem Kurs teilzunehmen. Außerdem befindet sich mein Land derzeit in einem Konflikt. Auch deshalb wollte ich mehr darüber erfahren. Ich habe in der Ukraine bereits als Journalistin gearbeitet und mich gefragt, ob ich vielleicht irgendwann meine eigene Arbeit selbst zensiert habe."

Warum ist dieses Wissen im Medienbereich wichtig?

"Journalistische Qualitätsstandards sollten eigentlich universell gelten, aber es gibt einige Situationen – wie Konflikte –, in denen sie gelegentlich nicht funktionieren. Ich denke, es ist wichtig zu verstehen, warum. In der Regel übt man Selbstzensur unter Druck oder Bedrohung. Es ist wichtig, diese Mechanismen zu verstehen, um vielleicht spezifischere Richtlinien für diese Situationen zu entwickeln."

 

Thomas Mayer Rieger

Im Seminar "Digital Multimedia" hat Thomas viel vor dem PC gesessen – und durfte selbst ausprobieren: Die Studierenden haben unter anderem gelernt, wie man im Videoschnitt Bilder oder Texteinblendungen animiert.

Ohne Storyboard keine Postproduktion. IMS-Student Thomas Mayer Rieger weiß, dass man mit Effekten nicht alles retten kann. (DW/E.-M. Senftleben)

Ohne Storyboard keine Postproduktion. IMS-Student Thomas Mayer Rieger weiß, dass man mit Effekten nicht alles retten kann.

Was hast du in der IMS-Praxiswoche gelernt?

"Wir haben in dieser Woche mit Adobe AfterEffects gearbeitet. Das ist eine Software für die Postproduktion: Wir können damit Videos, Bilder und Texte interessanter und dynamischer gestalten. Ich habe gelernt, dass man bei der Produktion eines Videos von Anfang an einen Plan und eine Struktur haben muss und man die Möglichkeiten des Bearbeitungsprogramms von Anfang an kennen muss."

Warum hast Du dich für diesen Kurs entschieden?

"Ich habe viel Erfahrung mit Videodreh und -schnitt, aber nicht so viel mit diesem Programm. Ich wollte mehr über die Postproduktion mit dieser Software lernen."

Warum ist dieses Wissen im Medienbereich wichtig?

"Wir müssen die Leute packen. Es gibt so viele Inhalte da draußen, aber gut gemachte Videos stechen heraus. Wenn Videos gut sind, können die Leute die Geschichten, die wir erzählen wollen, besser verstehen."

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Der Masterstudiengang International Media Studies ist ein viersemestriger weiterbildender Studiengang in Vollzeit. Er umfasst Journalismus und Medienwirtschaft sowie Entwicklungszusammenarbeit und Pädagogik.

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