Virusangst: Chinesen kaufen kaum noch Autos | Aktuell Asien | DW | 22.02.2020
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COVID-19

Virusangst: Chinesen kaufen kaum noch Autos

Wenn der wichtigste Markt der Welt beinahe zum Erliegen kommt, schrillen bei allen Herstellern die Alarmglocken: Anfang Februar gingen die Autoverkäufe in China um 92 Prozent zurück.

China Peking | Leere Straßen (Getty Images/K. Frayer)

Ein Februartag in Peking

Der chinesische Automarkt ist wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus nahezu vollständig eingebrochen: In den ersten beiden Februarwochen sind die Verkaufszahlen um 92 Prozent im Vorjahresvergleich zurückgegangen, wie der chinesische Autobauerverband CPCA verkündete. So seien vom 1. bis 16. Februar keine 5000 Fahrzeuge verkauft worden, während es vor einem Jahr fast 60.000 Autos in der ersten Monatshälfte gewesen seien.

Der Verband rechnet auch nicht mit einer raschen Erholung. Für den gesamten Monat geht er von einem Rückgang der Verkaufszahlen um bis zu 70 Prozent im Vorjahresvergleich aus. Auf Januar und Februar dieses Jahres gerechnet könne der Einbruch bei 40 Prozent liegen.

Es trifft auch Deutschlands Autobauer mit voller Wucht

China ist der wichtigste Automarkt der Welt. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und die Gegenmaßnahmen der Regierung fügen der Wirtschaft des Landes insgesamt massiven Schaden zu. Für deutsche Hersteller wie Mercedes-Benz, Audi, BMW, Volkswagen und Porsche ist China der wichtigste Markt. Bei VW steht die Volksrepublik für gut 40 Prozent der Auslieferungen. Und bei der Umstellung auf Elektro-Autos sind die Konzerne auf Batteriezellen aus China angewiesen.

Eine Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG) hatte diese Woche davor gewarnt, dass die COVID-19 genannte Lungenkrankheit der globalen Autoindustrie empfindlich schaden könnte. Allein in der besonders betroffenen Provinz Hubei würden an gut einem Dutzend Standorte fast zwei Millionen Autos pro Jahr gefertigt.

rb/nob (afp, dpa)

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