Villensanierung für Südafrikas Präsidenten Zuma zum Schnäppchenpreis | Aktuell Afrika | DW | 12.09.2016
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Aktuell Afrika

Villensanierung für Südafrikas Präsidenten Zuma zum Schnäppchenpreis

15,5 Millionen Euro kostete den südafrikanischen Staat die luxuriöse Aufrüstung des Anwesens seines Präsidenten. Daran beteiligte sich Jacob Zuma nun mit 480.000 Euro. Den Frust der Bevölkerung gibt es gratis dazu.

Das Anwesen von Jacob Zuma im Dorf Nkandla (Foto: Getty Images/AFP/M. Longari).

Das Anwesen Zumas im Ort Nkandla

Südafrikas Präsident Jacob Zuma hat die Kosten einer Luxussanierung seiner Privatvilla mit Steuergeldern teilweise zurückgezahlt. Der Staatschef habe 7,8 Millionen südafrikanische Rand (480.000 Euro) auf ein Konto der Zentralbank überwiesen, erklärte sein Büro. Zuma hatte im sogenannten "Nkandla-Skandal" die Forderung nach einer Rückerstattung stets zurückgewiesen. Er argumentierte, dass es sich bei dem Ausbau der Villa im Ort Nkandla in der südlichen Provinz KwaZulu-Natal im Jahr 2012 nur um nötige Sicherheitsmaßnahmen gehandelt habe.

Südafrikas Präsident Jacob Zuma (Foto: Getty Images/S. Gallup.

Hat nur einen bescheidenen Teil der Kosten für die Luxussanierung zurückzahlen müssen: Südafrikas Präsident Jacob Zuma

Im März ordnete das südafrikanische Verfassungsgericht jedoch eine teilweise Rückzahlung an. Unter anderem musste er die Baukosten für ein Besucherzentrum, einen Hühnerstall, ein Amphitheater und einen Swimming Pool zurückerstatten. In den Bau flossen insgesamt rund 250 Millionen Rand Staatsgelder (derzeit 15,5 Millionen Euro). Er umfasst auch noch einen Laden für Zumas Frau sowie Verbindungstunnel zwischen den einzelnen Häusern. Die Summe entspricht dem Preis von Dutzenden Einfamilienhäusern in der Metropole Johannesburg.

Die Baumaßnahmen sorgten weltweit für Schlagzeilen und ließen Rücktrittsforderungen laut werden. Auch die jüngste Wahlschlappe des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) ist Experten zufolge unter anderem auf das verlorene Vertrauen in Zuma zurückzuführen. Bei den Kommunalwahlen im August verlor die Partei neben der Hauptstadt Pretoria auch das Wirtschaftszentrum Johannesburg.

sti/uh (dpa, kna)