Viele Zivilisten bei Angriff in Syrien getötet | Aktuell Nahost | DW | 13.07.2018
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Nahost

Viele Zivilisten bei Angriff in Syrien getötet

Das Gebiet im Osten wird von Terroristen beherrscht, die ein grausames Regiment führen. Auch der Kampf gegen sie ist brutal - er wird mit aller Härte geführt. Immer wieder geraten Frauen und Kinder zwischen die Fronten.

Syrien Daraa Provinz Regierungstruppen (picture-alliance/AP Photo/Nabaa Media)

Bei Attacken aus der Luft - wie hier in der südlichen Provinz Dara - sind regelmäßig Zivilisten unter den Opfern (Archivbild)

Bei einem Luftangriff auf eine der letzten Bastionen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 28 Zivilisten getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurde eine "Versammlung von Zivilisten" nahe der Ortschaft Sussa in der Provinz Dair as-Saur getroffen. Die Provinz liegt im Osten des Landes nahe der irakischen Grenze. Die Gesamtzahl aller Opfer einschließlich der getöteten Dschihadisten beträgt demnach mindestens 54.

Der Angriff sei von der internationalen Anti-IS-Koalition geflogen worden, erklärte die oppositionsnahe Beobachtungsstelle im Kurznachrichtendienst Twitter. Die in Großbritannien ansässige Organisation stützt sich auf Informanten in Syrien. Ihre Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Staatsagentur macht westliche Allianz verantwortlich

Auch die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtet über die Attacke. Laut ihrer Darstellung wurden dabei rund 30 Zivilisten getötet. Sana machte die Anti-IS-Koalition für den Angriff verantwortlich.

Die IS-Miliz, die 2014 weite Teile des Iraks und Syriens überrannt hatte, kontrolliert nur noch wenige Gebiete des Landes. Sowohl die von Russland unterstützten syrischen Regierungstruppen als auch die internationale Anti-IS-Koalition gehen in der ölreichen Provinz Dair as-Saur gegen die letzten Kämpfer des "Islamischen Staates" vor. Zuletzt hatten aber auch irakische Kampfflugzeuge wiederholt IS-Stellungen im Grenzgebiet angegriffen.

jj/kle (dpa, afp)

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