Viele Tote nach Sturzflut in Indonesien | Aktuell Asien | DW | 17.03.2019
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Naturkatastrophe

Viele Tote nach Sturzflut in Indonesien

Bei der Naturkatastrophe im Osten des Landes sind ersten Angaben zufolge möglicherweise mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht abzusehen.

Am schlimmsten betroffen ist die Region Jayapura im Osten Indonesiens. Sie liegt auf der Insel Papua, auf deren östlichem Teil das Land Papua-Neuguinea liegt. Die Provinzverwaltung verhängte einen zweiwöchigen Notstand, um Katastrophenhilfe von der Zentralregierung bekommen zu können.

Sintflutartige Regenfälle hatten am Samstag (Ortszeit) in der von Bergen umgebenen Stadt Sentani Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst. Nach Behördenangaben wurden zahlreiche Straßen und Brücken beschädigt und waren teilweise unpassierbar, mindestens 150 Häuser wurden überspült. Tausende Anwohner wurden in Notunterkünften untergebracht.

Indonesien Papua Springflut Überschwemmungen (picture-alliance/AP Photo/Basarnas)

Rettungskräfte bergen Leichen aus den verwüsteten Gebieten

Die Zahl der Todesopfer wurde von Sutopo Purwo Nugroho, dem Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes, mit "mindestens 42" beziffert, darunter mindestens drei Kinder. Die Polizei sprach von "rund 50 Leichen" in den Krankenhäusern der Provinzhauptstadt Jayapura. Mindestens 15 Menschen gelten noch als vermisst.

Die Zahlen werden sich nach Nugrohos Angaben aber vermutlich noch erhöhen, weil Rettungsmannschaften erst nach und nach in abgelegene und besonders schwer verwüstete Gebiete vordringen können.

Indonesien Papua Springflut Überschwemmungen (picture-alliance/AP Photo/Basarnas)

Das Ausmaß der Verwüstungen ist noch lange nicht absehbar

Die Wasserstände sind nach Angaben des Katastrophenschutzes zwar inzwischen deutlich gesunken, das genaue Ausmaß der Schäden ist demnach allerdings noch unklar. Zahlreiche Rettungseinsätze und Bergungsarbeiten sind angelaufen.

Der Sprecher des Katastrophenschutzes betonte, die örtlichen Behörden seien bereits früher vor Überflutungsrisiken als Folge der Abholzung der angrenzenden Berge gewarnt worden.

Indonesien mit seinen rund 17.000 Inseln ist eine der am häufigsten von Naturkatastrophen betroffenen Regionen der Erde. Es liegt auf dem sogenannten "tektonischen Feuerring" und wird immer wieder von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht - zusätzlich zu wetterbedingten Katastrophen wie jetzt.

mak/ml (afp, rtr, dpa)

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