Viele Tote nach Dammbruch im Himalaya | Aktuell Welt | DW | 08.02.2021
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Indien

Viele Tote nach Dammbruch im Himalaya

Im indischen Himalaya-Gebirge ist ein Gletscher in einen Damm gerauscht und hat eine Lawine aus Geröll und Wasser ausgelöst. Mindestens 19 Menschen wurden getötet - über hundert werden noch vermisst.

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Tote und Vermisste nach Schlammlawine in Indien

Nach dem Abbruch eines Gletschers im indischen Himalaya-Gebirge sind nach aktuellen Angaben mindestens 19 Menschen von einer massiven Flutwelle getötet worden. Die tatsächliche Zahl wird aber aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich höher liegen. Mehr als 180 weitere Menschen wurden am Montag noch vermisst, wie die Behörden mitteilten.

Indien Uttarakhand | Gletscherabbruch & Überschwemmung | Rettungskräfte

Rettungskräfte im Einsatz

In einer ersten Bilanz hatten die Behörden am Sonntag noch bekanntgegeben, dass drei Menschen tot geborgen worden seien. Die Zahl der Vermissten war ursprünglich mit etwa 200 beziffert worden. Nun teilte die Regierung des Bundesstaats Uttarakhand mit, dass 19 Leichen geborgen worden seien. 15 Menschen hätten gerettet werden können.

Arbeiter sind im Tunnel eingeschlossen

Etwa 400 Soldaten würden zur Rettung in den abgelegenen Bergen eingesetzt, erklärte der nationale Katastrophenschutz. Die Suche könne noch zwei Tage lang dauern. Die Rettungskräfte konzentrieren sich auf einen 2,5 km langen Tunnel, in dem vermutlich bis zu 35 Arbeiter der Wasserkraftwerke eingeschlossen sind. Es gebe noch keinen Sprachkontakt mit den Verschütteten, sagte ein Polizeibeamter.

Indien Uttarakhand | Gletscherabbruch & Überschwemmung

Der Gletscherabbruch im indischen Bundesstaat Uttarakhand machte auch vor Brücken und Straßen nicht Halt

Der Gletscher war in einen Damm gerauscht und hatte eine Lawine aus Geröll und Wasser ausgelöst, die flussabwärts gestürzt war. Der Dhauliganga-Fluss schwoll zu einer Sturzflut an. Die Wassermassen rissen Brücken und Straßen mit. Zwei Kraftwerke wurden unter den Fluten und Gesteinsmassen begraben. Zahlreiche Dörfer in der betroffenen Region wurden evakuiert. Bei den meisten Vermissten handelte es sich den Angaben zufolge um Arbeiter aus den Kraftwerken.

nob/haz/rb (afp, rtr)

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