Viele Tote bei Zugunglück in Taiwan | Aktuell Asien | DW | 21.10.2018
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Verkehr

Viele Tote bei Zugunglück in Taiwan

Im Nordosten der Insel Taiwan ist ein Zug mit mehr als 350 Insassen aus ungeklärter Ursache aus den Gleisen gesprungen. Die Waggons überschlugen sich und blieben verkeilt liegen.

Bei dem schweren Unglück kamen nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 18 Menschen ums Leben. Mehr als 160 Menschen wurden verletzt. Die Zentrale Nachrichtenagentur Taiwans meldete, noch immer seien rund 30 Passagiere in den Trümmern eingeschlossen. Nach Angaben der Eisenbahnverwaltung befanden sich 366 Menschen in dem Zug, von denen sich ein Teil selbst aus den Trümmern habe befreien können.

Der Zug war im Gebiet von Yilan im Nordosten des Landes entgleist. Fünf der acht Waggons kamen am Bahnhof von Suao von der Strecke ab. Sie überschlugen sich und blieben verkeilt neben der Bahntrasse liegen. Auch Masten und Oberleitungen stürzten um, Schienen wurden aus dem Boden gerissen. 

Karte Taiwan Yilan County EN

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Rettungskräfte versuchen Verletzte und Eingeschlossene zu bergen. Feuerwehr, Polizei und freiwillige Helfer kletterten auf der Suche nach Opfern mit Leitern auf die umgestürzten Waggons. Die kurz nach dem Unglück einbrechende Dunkelheit erschwerte die Bergungsarbeiten.

Die Bahnstrecke an der Küste von Yilan ist auch bei Touristen beliebt. Die Eisenbahngesellschaft prüfte nach eigenen Angaben, ob sich Ausländer in dem Zug befunden hatten.

Der Zug war auf dem Weg in die Küstenstadt Taitung. Er sei erst seit sechs Jahren in Betrieb gewesen, berichtete die Bahnbehörde. Die Ursache für das Unglück war zunächst nicht bekannt

qu/uh (rtr, dpa, ape)