Viele Tote bei Selbstmordanschlägen in Nigeria | Aktuell Afrika | DW | 01.05.2018
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Terrorismus

Viele Tote bei Selbstmordanschlägen in Nigeria

Wieder ein Blutbad in dem westafrikanischen Land: In der Stadt Mubi mischten sich zwei Selbstmordattentäter unter die Besucher einer Moschee. Laut Polizei starben mindestens 20 Menschen. Ärzte sprechen von fast 40 Toten.

Nigerian army claims to have cleared Mubi of Boko Haram (picture-alliance/dpaD. Yake)

Im Kampf gegen die Terrormiliz Boko Haram hatte die Regierung auch in Mubi Soldaten stationiert (Archivbild)

Die Attentäter versuchten, möglichst viele Menschen zu töten. Einer der beiden Terroristen zündete seinen Sprengsatz direkt vor der Moschee. Sein Komplize positionierte sich 200 Meter vom Gotteshaus entfernt. Als die Besucher von der Moschee weg liefen, zündete er inmitten der Fliehenden die zweite Bombe.

Junge Männer mit Sprengstoff-Westen

Augenzeugen berichten, es habe sich um junge Männer gehandelt, die Sprengstoff-Westen getragen hätten. Ein Arzt des Mubi General Hospital sagte, zum Krankenhaus seien 37 Todesopfer gebracht worden, mehr als 20 Verletzte seien eingeliefert worden.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Attentat. Das Blutbad in der Stadt im Nordosten Nigerias ähnelt aber früheren Angriffen der Islamistengruppe Boko Haram. Erst vergangenen Donnerstag starben vier Menschen bei einem Selbstmordattentat in Maiduguri im angrenzenden Bundesstaat Borno, zu dem sich Boko Haram bekannte.

Seit Beginn des Aufstands der Extremistenmiliz 2009 sind mehr als 20.000 Menschen ums Leben gekommen, zwei Millionen wurden vertrieben. Nigerias Armee und Regierung haben den Aufstand wiederholt für niedergeschlagen erklärt. Dennoch verüben die Islamisten in dem westafrikanischen Staat immer wieder Anschläge, unter anderem auf Märkte und Moscheen.

Weltweit für Aufsehen sorgte die Miliz mit den Entführungen von mehreren hundert Mädchen. Boko Haram will einen islamischen Gottesstaat im Nordosten des Landes errichten.

haz/uh (rtr, afp-e)