Viele Flüchtlinge vor Dschibuti ertrunken | Aktuell Afrika | DW | 30.01.2019
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Migration

Viele Flüchtlinge vor Dschibuti ertrunken

Vor der Küste Dschibutis sind zwei Flüchtlingsboote gekentert. Wie viele Menschen an Bord waren, ist noch unklar; eines der beiden Boote trug rund 130 Menschen. Die Küstenwache hat bereits zahlreiche Tote geborgen.

Suche nach Opfern an einem Strand im Nordosten Dschibutis

Suche nach Opfern an einem Strand im Nordosten Dschibutis

Nach dem Untergang zweier Flüchtlingsboote vor der Küste des ostafrikanischen Landes Dschibuti ist die Zahl der Toten auf 28 gestiegen. Am Mittwochmorgen seien 23 weitere Leichen geborgen worden, teilte die örtliche Vertretung der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mit. Die Küstenwache setze ihre Suche fort. Am Dienstagabend waren bereits fünf Tote geborgen worden. 

Zwei Überlebende wurden bereits kurz nach den Bootsunglücken entdeckt, "mehrere" weitere seien in eine IOM-Niederlassung in der Stadt Obock im Nordosten des Landes gebracht worden, sagte Lalini Veerassamy, Leiterin der IOM-Mission in Dschibuti.

Infografik - Karte Dschibuti DE

Laut Augenzeugen kenterten die Boote eine halbe Stunde nach dem Ablegen in der nördlich von Obock gelegenen Küstenstadt Godoria in unruhiger See, weil sie völlig überladen gewesen seien. Eines der Boote habe mehr als 130 Menschen an Bord gehabt, darunter 16 Frauen. Über die Zahl der Insassen auf dem zweiten Boot gibt es noch keine Erkenntnisse.

Dschibuti ist in den vergangenen Jahren zu einem Transitland für Menschen aus Somalia und Äthiopien geworden, die über die Meeresstraße Bab Al-Mandab auf die Arabische Halbinsel gelangen wollen, um dort Arbeit zu finden. Zugleich fliehen viele Menschen aus dem auf der anderen Seite der Meerenge gelegenen Bürgerkriegsland Jemen in die entgegensetzte Richtung. Das am Golf von Aden gelegene Dschibuti hat rund eine Million Einwohner und grenzt im Norden an Eritrea, im Westen und Süden an Äthopien und im Osten an Somalia.

stu/sti (afp, kna, afp)

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