Viele Einwandererfamilien in USA nicht vereint | Aktuell Amerika | DW | 27.07.2018
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"Null-Toleranz-Politik"

Viele Einwandererfamilien in USA nicht vereint

Der Stichtag ist vorüber - und viele Kinder sind noch immer nicht bei ihren Eltern, die an der US-Grenze zu Mexiko inhaftiert wurden. Die Regierung sieht sich dennoch im Recht.

Symbolbild | Familieentrennung Mexiko USA (Getty Images/J. Raedle)

Protest gegen die Familientrennung im Juni in Texas

In den USA sind mehr als 700 Kinder illegaler Einwanderer weiter in Gewahrsam der Behörden. Ein Gericht hatte die Wiedervereinigung der Familien bis zu diesem Donnerstag angeordnet. Nach Darstellung der Regierung wurde die Frist gleichwohl eingehalten.

Bislang seien mehr als 1400 Einwanderer mit ihren Kindern, die älter als fünf Jahre sind, wieder zusammengekommen. Die verbliebenen 711 Familien seien entweder nicht auffindbar gewesen, oder es habe Einwände hinsichtlich einer Wiedervereinigung gegeben, so die Behörden. In mehreren Hundert Fällen wurden die Eltern bereits abgeschoben.

"Inhuman und verfassungswidrig"

Die Kinder waren von ihren Eltern an der US-Grenze getrennt worden. Dies war Teil der "Null-Toleranz-Politik" von US-Präsident Donald Trump, mit der die Regierung illegale Einwanderer an der Südgrenze zu Mexiko zurückhalten will. Ein Gericht hatte jedoch geurteilt, Familien über Wochen und Monate auseinanderzureißen, sei inhuman und verfassungswidrig.

In einer Art Kehrtwende hatte Trump vor fünf Wochen ein Ende dieser Praxis per Dekret verfügt. Kinder von illegal Eingewanderten sollen nun gemeinsam mit ihren Eltern eingesperrt werden. Dies war bisher in den USA nicht erlaubt.

jj/qu (dpa, afp, kna)

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Die Folgen der Familientrennung (23.07.2018)

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