VfB Stuttgart weiter sieglos | Sport | DW | 21.09.2018
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4. Spieltag

VfB Stuttgart weiter sieglos

Das Positive: Stuttgart sammelt seinen zweiten Punkt in dieser Saison ein. Das Negative: Die Art und Weise der Nullnummer gegen Aufsteiger Düsseldorf lässt keine positive Entwicklung erkennen - außer beim Torwart.

Weltmeisterlich war das nicht, was Benjamin Pavard da in der 53. Minute zeigte. Nachdem Düsseldorfs Profi Marcel Sobottka den Franzosen leicht am Arm festgehalten hatte, ließ sich der Verteidiger theatralisch fallen und krümmte sich auf dem Boden. Wäre sein Team in der Offensive auch nur halb so kreativ gewesen, wie Pavard bei dieser Aktion...

Es war zu erwarten gewesen, dass es gegen den defensiv ausgerichteten Gegner aus Düsseldorf nicht unbedingt ein Torfestival geben würde. Aber im eigenen Stadion gegen einen Aufsteiger - da muss einfach mehr kommen als eine Nullnummer. Zumal Stuttgart sich bei seinem Torwart Ron-Robert Zieler bedanken konnte, dass die Mannschaft nicht als Verlierer vom Rasen ging.

Das Problem sprach Mario Gomez bereits am vergangenen Wochenende an, als der VfB in Freiburg noch das Ausgleichstor hinnehmen musste: "Uns fehlt derzeit das Selbstvertrauen." Nach dem überraschenden Pokal-Aus bei Drittligist Hansa Rostock, zwei Niederlagen und zwei Unentschieden steckt den die Schwaben im Tabellenkeller.

Schwung aus der vergangenen Saison nicht mitgenommen

Fußball Bundesliga 4.Spieltag VfB Stuttgart vs. Fortuna Düsseldorf | VfB-Trainer Tayfun Korkut (picture alliance/Pressefoto Baumann/A. Keppler)

Etwas ratlos: Stuttgarts Trainer Tayfun Korkut

Aber warum hat das Team von Trainer Tayfun Korkut solche Startprobleme? Der Trainer ist nicht neu, er ist seit Januar 2018 im Amt und hat den damaligen Abstiegskandidaten fast noch in die Europa League geführt. Am vorletzten Spieltag feierte man sogar einen 4:1-Auswärtserfolg beim deutschen Rekordmeister Bayern München. Die Saison wurde also sehr positiv abgeschlossen.

Der Traditionsklub schaffte es sogar, Weltmeister Pavard zu halten, obwohl die großen europäischen Klubs um ihn buhlten. Mit Daniel Ginczek hat zwar ein Torjäger den Verein verlassen, aber mit Daniel Didavi und Gonzalo Castro kamen zwei routinierte Bundesliga-Offensivkräfte dazu.

Viele Fragen, kaum Antworten

Und trotzdem steht Stuttgart nach vier Spielen mit gerade mal zwei Punkten da. Das ist noch lange keine Krise. Aber Fragen müssen da schon mal erlaubt sein: Warum spielt der VfB offensiv so ideen- und harmlos? Warum schafft er es nicht, im eigenen Stadion das Spiel zu diktieren? Warum gerät er so oft in Rückstand? Warum lässt er hinten gegen einen Aufsteiger sieben Top-Chancen zu?

"Wir haben alles versucht, es klappt noch nicht alles", sprach VfB-Kapitän Christian Gentner in das Eurosport-Mikrofon. "Wir haben selber halt keinen Ball über die Linie gedrückt." Eine Erklärung für die Leistung ist das nicht. "Wir wollten, aber es ist nicht alles gelungen", erklärte auch Trainer Korkut nach einem langen Aufenthalt in der Kabine und betonte das Positive: "Die Mannschaft lebt, sie hat sich gewehrt." Und dann fügt er hinzu: "Das wird uns nicht umwerfen. Wir werden versuchen, einen neuen Anlauf zu nehmen." Das ist eine gute Idee. Allein an der Umsetzung fehlt es aber bisher.

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