Verletzte bei Schießerei in Philadelphia | Aktuell Amerika | DW | 15.08.2019
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Waffengewalt in den USA

Verletzte bei Schießerei in Philadelphia

Schon wieder eine Schießerei in den USA. Beim neuesten Fall hat ein Unbekannter in Philadelphia das Feuer eröffnet und sechs Polizisten angeschossen. Inzwischen konnte der Mann festgenommen werden.

Nachdem der Mann sich stundenlang verbarrikadiert hatte, sei er in Polizeigewahrsam genommen worden, twitterte der Polizeibeamte Eric Gripp. 

Fernsehbilder zeigten, wie der Schütze aufgab und mit erhobenen Händen aus dem Haus kam. Zuvor hatten Beamte mehrfach versucht, am Einsatzort mit dem Verdächtigen Kontakt aufzunehmen, doch der Mann habe weder auf Telefonanrufe noch auf Lautsprecherdurchsagen reagiert. 

Die Fernsehbilder zeigten einen Großeinsatz der Polizei mit zahlreichen Beamten, darunter auch schwer bewaffnete Spezialkräfte in Schutzkleidung. Die Zeitung "The Philadelphia Inquirer" berichtete über zwei Verdächtige. Die angeschossenen Beamten seien in Krankenhäuser eingeliefert worden. Den Angaben zufolge erlitten sie keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Das wurde von Philadelphias Bürgermeister Jim Kenney bestätigt, der eigenen Angaben zufolge mit allen verletzten Polizisten im Krankenhaus sprechen konnte.

USA, Philadelphia: Bewaffneter feuert auf Polizisten (picture-alliance/AP/M. Rourke)

Die Polizei hatte den Angreifer, der sich verbarrikadiert hat, umstellt

Der Schütze hatte sich in einem Haus im Stadtteil Nicetown-Tioga verbarrikadiert. Eine Anwohnerin sagte dem Sender 6ABC, sie habe mindestens 100 Schüsse gehört. Über die Hintergründe ist noch nicht viel bekannt. Wie der Polizeichef bestätigte, hat es sich um einen Einsatz im Drogenmilieu gehandelt. Als die Beamten vor Ort eintrafen, eröffnete der Schütze das Feuer auf sie.

Zwei Polizisten, die über Stunden in dem Haus des Schützen eingeschlossen waren, konnten befreit werden.

Trump beobachtet vom Golf-Club die Situation

Das Weiße Haus teilte inzwischen mit, Präsident Donald Trump sei unterrichtet worden und beobachte die Situation. Trump verbringt die Woche in einem seiner Golfklubs im Bundesstaat New Jersey.

Auch dieser Zwischenfall wird die Diskussion um strengere Waffengesetze in den USA weiter anfachen. Erst Anfang des Monats ereigneten sich zwei Schusswaffenangriffe, bei denen zahlreiche Menschen getötet wurden. Bei einer offenbar rassistisch motivierten Attacke im texanischen El Paso an der Grenze zu Mexiko hatte ein 21-jähriger Weißer 22 Menschen erschossen. Kurz darauf tötete ein 24-Jähriger in Dayton im Bundesstaat Ohio neun Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

cgn/mak (afp, dpa)

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