Verletzte bei möglichem Terrorakt in Schweden | Aktuell Europa | DW | 03.03.2021
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Verbrechen

Verletzte bei möglichem Terrorakt in Schweden

Eine Kleinstadt im Süden von Schweden wird zum Schauplatz einer Gewalttat. Mehrere Menschen werden mit einer Stichwaffe attackiert. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen.

Schweden Vorfall in Vetlanda

Mindestens acht Verletzte sind in der schwedischen Kleinstadt Vetlanda nach dem möglichen Terrorakt zu beklagen

Bei einer mutmaßlichen Terrortat in einer Kleinstadt in Schweden hat ein Angreifer mehrere Menschen verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde bei der Festnahme von der Polizei angeschossen und ins Krankenhaus gebracht. Er hatte nach jüngsten offiziellen Angaben sieben Menschen verletzt. Drei der Opfer schweben in Lebensgefahr, zwei weitere sind schwer verletzt.

Coronavirus Schweden | Ministerpräsident Lofven zu Maskenpflicht

Ministerpräsident Löfven (hier ein Archivbild) zeigte sich nach dem Angriff erschüttert

Es werde nun ermittelt, ob es ein mögliches Terrormotiv gebe, sagte die Polizeichefin der Region Jönköping, Malena Grann. Man arbeite eng mit der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo zusammen. Es gebe keine Anzeichen für weitere Täter. Zur Nationalität des Angreifers wollten sich die Ermittler nicht äußern. Der zuständige Staatsanwalt sagte der schwedischen Nachrichtenagentur TT, gegen den mutmaßlichen Täter werde nun wegen versuchten Mordes ermittelt. "Derzeit gibt es nichts Konkretes, das in eine andere Richtung weist, aber wir befinden uns noch am Anfang der Ermittlungen", sagte Adam Rullman.

An fünf Orten stieß der Täter zu

Viele Fragen sind damit offen, darunter auch das Motiv und der genaue Ablauf der Tat in Vetlanda rund 270 Kilometer südwestlich von Stockholm. Bisherigen Polizeierkenntnissen zufolge hat der Mann - mutmaßlich ein Einzeltäter im Alter von 20 bis 30 Jahren, der aus der Gegend stammt - wahllos seine Opfer an insgesamt fünf verschiedenen Tatorten mit einer Stichwaffe angegriffen. Um was genau für eine Waffe es sich handelte, gab die Polizei noch nicht bekannt.

"Ich verurteile diese furchtbare Gewalt", erklärte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven. Er sei in Gedanken bei denjenigen, die in Vetlanda verletzt worden seien. "Wir werden daran erinnert, wie zerbrechlich unsere sichere Existenz ist", schrieb der Regierungschef.

haz/gri (dpa, rtr, afp)