Verein der Lehrenden für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an Hochschulen in der Schweiz (Ledafids) | Porträts der IDV-Lehrerverbände | DW | 15.07.2019
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Porträts Lehrerverbände

Verein der Lehrenden für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an Hochschulen in der Schweiz (Ledafids)

Gemeinsam für alle da sein. Das ist das Motto des Ledafids. Seit Kurzem wird der Verband von einem Vorstandsgremium geleitet - und nicht von einem einzelnen Vorsitzenden. Ein Modell, das viele Vorteile mit sich bringt.

Elisabeth Möckli unterrichtet sowohl Deutsch als Fremdsprache am Sprachzentrum der Universität Freiburg in der Schweiz als auch Übersetzen und Deutsch als Muttersprache an der Universität Genf. Sie ist Teil des Ledafids-Vorstandsgremiums und hat ihre Karriere ursprünglich als Grundschullehrerin begonnen. 

Deutsche Welle: Frau Möckli, Sie unterrichten sowohl Deutsch als Fremdsprache als auch Deutsch als Muttersprache. Würden Sie sagen, eine der beiden Tätigkeiten macht Ihnen mehr Spaß? 

Elisabeth Möckli: Das ergänzt sich eigentlich relativ gut. Ich habe extrem viel über die deutsche Sprache gelernt, allein durch das Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache. Das kommt mir wiederum in den Muttersprachkursen zugute. Das ist sehr schön. 

Im Verband sind Sie erst seit Kurzem aktiv, wie ist es zu Ihrem Engagement gekommen? 

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Hören Sie rein: Elisabeth Möckli erzählt, was ihr am Unterrichten von Lehrern Spaß macht

Im April 2017 war ich bei einem Treffen, das mir sehr gut gefallen hat. Es gab einen informellen Austausch, der aber fachlich sehr spannend war. Ich bin dann mit sehr vielen Ideen nach Hause gegangen und wollte mich sofort mehr engagieren. Von meiner Arbeitskollegin, die ehemalige Präsidentin ist, wurde ich direkt ermutigt.

Und Sie sind ja auch sehr schnell in den Vorstand des Verbands gekommen. Das stelle ich mir schon sehr herausfordernd vor. 

Wir hatten das Problem, dass sich keine Nachfolge fand für den Posten der Präsidentin, da es doch mit sehr viel Aufwand verbunden ist. Deswegen haben wir eine Überarbeitung unserer Statuten in Angriff genommen, sodass wir jetzt als Gremium arbeiten können. 

Was bedeutet das genau? 

Wir haben mehrere Mitglieder im Vorstandsgremium, die gemeinsam als Kollektiv die Präsidentschaft übernehmen. Das bedeutet, dass man nicht alles alleine machen muss. Man kann sich die Aufgaben besser nach Stärken und Vorlieben aufteilen und sich besser absprechen. Für mich persönlich ist es da natürlich als Neuling auch viel einfacher, direkt mitzuarbeiten, da ich nicht alles sofort im Detail wissen muss. Ich lerne sehr viel und werde gleichzeitig von den anderen begleitet.

Wenn andere Verbände Sie fragen würden, ob das ein Modell zum Abgucken ist, würden Sie es empfehlen? 

Es gibt eigentlich mehr Vor- als Nachteile. Teilweise muss man sich vielleicht mehr absprechen. Aber der große Vorteil ist, dass nicht nur eine Person die Verantwortung trägt. Wir sind fünf oder sechs Leute, die dauernd wissen, was aktuell ist. Zudem vertreten wir verschiedene Alters- und Interessengruppen. Ich denke auch, dass man so den Nachwuchs besser fördern kann. Und dann ist es natürlich auch sehr gut fürs Lernen und fürs Austauschen und Kontakte-Knüpfen. Man lernt sich sehr gut kennen. 

Auf welche regelmäßigen Aktivitäten legen Sie im Verband wert? 

Wir haben verschiedene Expertinnen und Experten, die in internationalen Gremien, wie beispielsweise dem DACHL-Gremium, aktiv sind oder an der IDT in Wien 2021 mitwirken. 

Jedes Jahr im April veranstalten wir unsere Jahrestagung. Dort findet dann auch ein Austausch über berufspraktische und fachliche Fragen statt, aber auch über die Arbeitsbedingungen an den einzelnen Instituten. 

2017 haben wir uns sehr stark an der IDT beteiligt, die in Freiburg in der Schweiz stattfand, und wir haben uns auch vorgenommen, uns für 2021 wieder einzubringen. Dann gibt es noch eine gesamtschweizerische Tagung für DaF, die alle zwei Jahre in Bern stattfindet. Die organisieren wir zusammen mit unserem Schwesternverein Akdaf. 

Zum Schluss würde ich gerne noch fragen, ob Sie auch die Angebote der Deutschen Welle in Ihrem Deutschunterricht nutzen? 

Ja, das mache ich sehr gerne, auch um aktuelle Bezüge herzustellen. Zudem bin ich ganz großer Fan von der Sprachbar. Das Material zeigt sehr gut, was die deutsche Sprache alles abdeckt, und manchmal entdecke ich selbst neue Begriffe, die mir noch unbekannt waren.


Die wichtigsten Infos in Kürze: 
Der Verein der Lehrenden für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an Hochschulen in der Schweiz (Ledafids) besteht seit 1988 und hat 55 Mitglieder.

Vorstandsgremium: 
• Elisabeth Möckli (Ansprechperson Vorstandsgremium 2019/2020)
• Beatrice Mall-Grob (Protokollführung)
• Dietlinde Ebeling (Kasse)
• Gabrielle Schmid (Verschiedenes)
• Naomi Schafer (Internationale Kontakte)
• Virginia Suter (Website, Kontakt AkDaF)

IDV-Kontaktperson:
Naomi Shafer; naomi.shafer [at] unifr.ch

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