Verdächtiges DHL-Paket in Thüringer Staatskanzlei | Aktuell Deutschland | DW | 04.12.2017
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DHL

Verdächtiges DHL-Paket in Thüringer Staatskanzlei

Nach Potsdam nun Erfurt? Ein DHL-Paket mit vielleicht explosivem Inhalt ist in der Thüringer Staatskanzlei eingegangen. Mitarbeiter sind auf das Paket aufmerksam geworden, die Polizei stellte es sicher.

Mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft wird der Paketdienst DHL erpresst. Nach einem Paket mit gefährlichem Inhalt in Potsdam ging nun eine verdächtige Sendung in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt ein. Nach einer ersten Vorprüfung habe die Polizei von einer möglichen Wurfgranate gesprochen, so Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Ob sie scharf sei, müssten weitere Untersuchungen ergeben.

Eine Parallele zu dem Fund einer Paketbombe in Potsdam und einer möglichen Erpressung des Paketdienstes DHL wollte Ramelow aber zunächst nicht ziehen, das sei pure Spekulation. Das Paket wurde laut dem Thüringer Regierungschef am Freitagnachmittag zugestellt und lag über das Wochenende in einem Regal.

Deutschland DHL Pakete (picture-alliancet/dpa/D. Bockwoldt)

DHL transportiert in der Vorweihnachtszeit teilweise mehr als sieben Millionen Pakete am Tag

Im Fall der Paketbombe in Potsdam gehen die Ermittler seit Sonntag davon aus, dass eine Erpressung in Millionenhöhe gegen den Paketdienst DHL dahinter steckt. Herausgefunden wurde dies offenbar über die Rekonstruktion eines QR-Codes, der bei der kontrollierten Sprengung zunächst zerstört worden war.

Das Potsdamer Paket hätte den Angaben zufolge explodieren und Menschen schwer verletzen können. Die Ermittler warnten die Bevölkerung vor weiteren möglicherweise gefährlichen Sendungen.

Auf Anfrage der Deutschen Welle teilte DHL mit, man könne -genau wie andere Paketdienstleister - nicht ohne weiteres den Inhalt jeder einzelnen Sendung kontrollieren. In der Vorweihnachtszeit würden teilweise mehr als sieben Millionen Pakete täglich verschickt. 

ie/uh (dpa, afp, DW)

 

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