Venezuela lässt Interpol nach Oppositionschef suchen | Aktuell Amerika | DW | 11.08.2018
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Drohnen-Attacke

Venezuela lässt Interpol nach Oppositionschef suchen

Das mutmaßliche Attentat auf den Präsidenten hat in Venezuela Folgen - und nicht nur dort: Oppositionelle und Gegner von Nicolás Maduro werden nun Schutz benötigen. Die Regierung will nach ihnen fahnden lassen.

Die venezolanische Regierung hat Oppositionsführer Julio Borges (Artikelbild) weltweit zur Fahndung ausgeschrieben. Die Ermittler werfen dem Vorsitzenden der Partei Primero Justica vor, der Drahtzieher hinter dem Anschlagsversuch vom vergangenen Wochenende zu sein, der sich gegen Präsident Nicolás Maduro richtet. Borges lebt derzeit im Exil in Kolumbien.

Planung von Spanien und Kolumbien aus

"Borges hat von Spanien und Kolumbien aus dieses Attentat geplant, das zum Glück verhindert wurde", sagte Informationsminister Jorge Rodríguez. "Deshalb haben wir bei Interpol ein Ersuchen um Festnahme zum Zweck der Auslieferung gestellt." Kolumbiens Außenminister Carlos Holmes Trujillo hingegen sagte, er habe noch kein formelles Auslieferungsgesuch erhalten. Er hatte sich zuletzt mit Borges getroffen und ihm seine Unterstützung zugesagt.

Venezuela | Attentat Maduro (picture-alliance/Photoshot)

Das mutmaßliche Attentat auf den Präsidenten. Sicherheitskräfte schirmen ihn ab

Nach Angaben der Regierung hatten mutmaßliche Attentäter am vergangenen Wochenende versucht, einen Bombenanschlag mit Drohnen auf Maduro zu verüben. Während einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede des Präsidenten waren Explosionen zu hören. Maduro blieb unverletzt. Nach offiziellen Angaben wurden aber sieben Nationalgardisten verletzt, einige von ihnen schwer.

Das Ersuchen an Interpol richtet sich nach den Worten des Informationsministers auch auf andere Verdächtige in Kolumbien und in den USA, die in das versuchte Attentat verwickelt gewesen seien.

ml/cgn (dpa, rtr)

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