Venezuela: Die USA sollen Präsident Maduro die Überflugrechte verweigert haben | Aktuell Amerika | DW | 20.09.2013
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Aktuell Amerika

Venezuela: Die USA sollen Präsident Maduro die Überflugrechte verweigert haben

Die Regierung in Caracas ist pikiert, weil die USA dem venezolanischen Präsidenten Maduro angeblich verweigert hätten, ihren Luftraum zu nutzen. Washington weist diesen Vorwurf allerdings zurück.

Die Regierung in Caracas habe den Antrag für diplomatische Überflugrechte nur einen Tag im Voraus gestellt, erklärte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Erforderlich sei normalerweise ein Vorlauf von drei Tagen. Außerdem habe es sich bei der angemeldeten Maschine nicht um ein offizielles Flugzeug gehandelt. "Wir haben Venezuela auf die korrekte Verfahrensweise aufmerksam gemacht und die Behörden vergangene Nacht informiert, dass die Erlaubnis erteilt wurde", so Harf weiter.

Aus Sicht der Regierung Venezuelas sieht der Vorfall anders aus: Außenminister Elías Jaua hatte sich beschwert, dass die USA ihren Luftraum für den Präsidenten Nicolás Maduro nicht freigegeben hätten. Dies sei eine "Beleidigung" und eine weitere Aggression des "US-Imperialismus", sagte Jaua vor der Presse. Maduro sprach von einem "ernsten Fauxpas".

Elias Jaua spricht in eine Vielzahl von Mikrophonen (Foto: dpa)

Außenminister Jaua verlangte vor Journalisten eine Korrektur der Entscheidung

Am Samstag will der venezolanische Präsident für mehrere Tage nach Peking fliegen und dort unter anderem seinen Kollegen Xi Jinping treffen. Außenminister Jaua soll ihn begleiten.

Seit Jahren zerstritten

Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind äußerst schwierig und waren schon unter Maduros verstorbenem Vorgänger Hugo Chávez angespannt. Seit 2010 gibt es in den Ländern keinen Botschafter des jeweiligen anderen Staaten mehr.

Maduro warf den USA nun außerdem vor, der venezolanischen Delegation die nötigen Visa für die Reise zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung zu verwehren. Venezuela werde es "nicht akzeptieren", dass irgend jemandem das Visum nicht ausgestellt werde. Der Präsident ließ dabei offen, ob er selbst kommende Woche nach New York reisen wird.

nem/uh/se (afp,dpa)

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