USA wollen binnen fünf Jahren auf Mond landen | Aktuell Amerika | DW | 27.03.2019
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Raumfahrt

USA wollen binnen fünf Jahren auf Mond landen

Die US-Regierung drückt bei der bemannten Mondfahrt aufs Tempo. Bis spätestens 2024 sollen amerikanische Astronauten wieder auf dem Erdtrabanten wandeln. Dafür macht sich Vizepräsident Mike Pence stark.

Auf Anordnung von Präsident Donald Trump sehe die "offizielle Politik" vor, dass die erste Frau und der nächste Mann auf dem Mond Astronauten aus den USA sein sollen, sagte Vizepräsident Mike Pence in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama. Die nächsten Menschen auf dem Mond würden mit US-Raketen von den USA aus zum Erdtrabanten starten, sagte Pence. Zuletzt waren im Jahr 1972 Menschen auf dem Mond gelandet. Insgesamt haben zwölf Amerikaner den Himmelskörper besucht. 

Die nächste bemannte US-Mission war ursprünglich für das Jahr 2028 geplant. Die Entwicklung der neuen Trägerrakete SLS hatte sich aber verzögert, der erste Testflug wurde jüngst auf das Jahr 2021 verschoben. Das ehrgeizige Vorhaben dürfte mehrere Milliarden Dollar kosten.

Zugleich übte Pence scharfe Kritik an der US-Raumfahrtbehörde NASA, der er "bürokratische Schwerfälligkeit" vorwarf. Bei der Behörde gebe es eine "Paralyse durch Analyse", die zur Verzögerungen bei der SLS-Rakete geführt  habe. Die NASA müsse schlanker und agiler werden.

Notfalls mit kommerziellen Raketen

Er forderte eine "neue Mentalität" bei der Raumfahrtbehörde. Andernfalls drohte Pence, für die nächste Mondmission auf private Raumfahrtunternehmen zurückzugreifen: "Wenn kommerzielle Raketen der einzige Weg sind, amerikanische Astronauten in den nächsten fünf Jahren zum Mond zu bringen, dann werden es kommerzielle Raketen sein."

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Wann landet der nächste Mensch auf dem Mond? (16.09.2018)

Pence mahnte in seiner Rede zur Eile. Ein Scheitern des fünf-Jahres-Ziels sei "keine Option". Er verwies dabei auf die Konkurrenz Chinas in der Raumfahrt und die Landung eines chinesischen Roboters auf der Rückseite des Monds. Wie während der 1960er Jahre befänden sich die Vereinigten Staaten im Weltraum in einem "Wettlauf", nur dass heute die "Herausforderungen größer" seien. "Der nächste große Schritt ist es, innerhalb der nächsten fünf Jahre amerikanische Astronauten mit allen erforderlichen Mitteln zurück zum Mond zu schicken und eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond zu etablieren und sich darauf vorzubereiten, amerikanische Astronauten auf den Mars zu bringen."

Die USA hatten ihr Space-Shuttle-Programm im Jahr 2011 eingestellt. Zur Internationalen Weltraumstation ISS konnten US-Astronauten seitdem nur noch mit russischen Sojus-Raketen gelangen. Der Vertrag mit Russland läuft im November 2019 aus.

kle/qu (afp, rtr, dpa)

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