USA und Südkorea starten gemeinsame Marineübung | Aktuell Asien | DW | 05.11.2018
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Korea-Konflikt

USA und Südkorea starten gemeinsame Marineübung

Vor einem Treffen mit Vertretern Nordkoreas haben die USA ihre Militärmanöver mit Südkorea wieder aufgenommen, zumindest im kleinen Rahmen. Im Juni hatte US-Präsident Trump solche Übungen noch für beendet erklärt.

Südkorea und die USA bei einer eine Marineübung (picture-alliancedpa/AP Photo)

Amerikanische und südkoreanische Schiffe bei einer Marineübung (Archivbild)

Wie das südkoreanische Verteidigungsministerium bekannt gab, findet zwei Wochen lang ein Marinemanöver mit etwa 500 Soldaten in der Hafenstadt Pohang statt. Damit ist es eine vergleichsweise kleine Übung. Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert.

Das Manöver beginnt nur Tage vor einem Treffen von US-Außenminister Mike Pompeo mit dem nordkoreanischen Gesandten Kim Yong Chol in New York. Die Armeen der USA und Südkoreas veranstalten seit Jahren gemeinsame Übungen. Die Regierung in Pjöngjang fühlt sich dadurch bedroht und hat sie deshalb immer wieder scharf kritisiert.

Donald Trump und Kim Jong Un Singapur (Reuters/K. Lim)

Kim und Trump sollen sich bald wieder treffen

Nach einem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, die gemeinsamen Übungen mit Südkorea auszusetzen. Das gilt auch weiterhin für geplante Großmanöver wie das für ursprünglich für Dezember geplante "Vigilant Ace". Südkorea betonte, kleinere Übungen würden dagegen fortgesetzt.

Nordkorea droht den USA

Pompeo sagte dem Sender CBS, er erwarte von dem Treffen in New York ernsthafte Fortschritte, unter anderem mit Blick auf das geplante zweite Treffen zwischen Trump und Kim. Weiteres Thema dürften die US-Sanktionen sein. Die Regierung in Pjöngjang hat damit gedroht, ihr Atomprogramm wieder aufzunehmen, falls die USA ihre Strafmaßnahmen nicht endlich aufheben. Pompeo betonte jedoch, dass die Wirtschaftssanktionen bis zur nuklearen Abrüstung in Kraft blieben. 

Kim hatte Trump bei dem ersten Gipfeltreffen in Singapur im Juni die "vollständige Denuklearisierung" seines Landes zugesagt. Konkrete Schritte oder ein Zeitplan wurden aber nicht vereinbart. Fortschritte wurden seit dem Gipfel kaum erzielt.

Ba/kle (afp, rtr)

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