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Politik

Rindfleischexport: USA und EU einigen sich

2. August 2019

Rindfleischproduzenten aus den Vereinigten Staaten bekommen besseren Zugang zum EU-Markt, das kündigte Präsident Donald Trump an. US-Sanktionen im Handelsstreit zwischen den USA und Europa sind damit erst mal vom Tisch.

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USA | Präsident Trump gibt eine Ankündigung zu E.U. Handel
Bild: Getty Images/C. Somodevilla

US-Präsident Donald Trump hat die Unterzeichnung eines Handelsabkommens mit der EU verkündet, das den jahrzehntelangen Streit über den Import von Rindfleisch nach Europa beilegt. Dies sei ein "bedeutender Erfolg" für amerikanische Landwirte und europäische Verbraucher, sagte Trump im Weißen Haus. "Amerikanisches Rindfleisch wird als das beste der Welt angesehen", betonte der sichtlich stolze Präsident.

USA erhalten von EU garantierte Exportquote für Rindfleisch

Die EU-Kommission hatte dazu bereits Mitte Juni angekündigt, dass künftig Teile des globalen EU-Einfuhrkontingentes von jährlich 45.000 Tonnen Rindfleisch fest für US-Anbieter reserviert werden sollen. Innerhalb von sieben Jahren könnte der US-Lieferanteil so auf 35.000 Tonnen pro Jahr steigen. Bereits im ersten Jahr solle der US-Anteil bei 18.500 Tonnen liegen, hieß es aus Kreisen der EU-Kommission.

Andere Rindfleischexportnationen haben das Nachsehen

Auf Dauer würden dann nur noch 10.000 Tonnen aus anderen Hauptlieferländern wie Argentinien und Uruguay kommen. Sie konnten sich nach Angaben aus Kommissionskreisen bislang rund zwei Drittel des Einfuhrkontingents teilen. Das Einlenken der EU bei dem Thema gilt als ein Grund, warum sich Trump im vergangenen Sommer bereit erklärte, den Handelskonflikt mit der EU vorerst ruhen zu lassen - und auch zusagte, vorerst keine weiteren Sonderzölle auf Autos oder andere Waren aus der EU einzuführen. Der damals ausgehandelte Deal sieht auch vor, dass die EU den Import von Soja und Flüssiggas aus den USA fördert.

Gesamtmenge der Fleischimporte in die EU bleibt unverändert

Die USA und die EU, die jeweils ihre größten Handelspartner sind, streben derzeit ein neues großes Handelsabkommen an. Die US-Seite will dabei auch landwirtschaftliche Produkte einbeziehen, was vor allem Frankreich ablehnt. Die Vereinbarung zur zollfreien Einfuhr von US-Rindfleisch verändert das aktuelle Importvolumen faktisch zwar nicht, es könnte aber die Spannungen zwischen beiden Seiten lindern.

qu/gri (dpa, afp, rtr)