1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

USA und China wollen "den Planeten retten"

3. September 2016

Die größten Treibhausgas-Produzenten der Erde sind dem Klimabkommen von Paris beigetreten. Allerdings sind noch wichtige Hürden zu nehmen - der UN-Pakt kann immer noch scheitern.

https://p.dw.com/p/1JvEw
US-Präsident Obama (links) und Chinas Präsident Xi in Hangzhou (Foto: Reuters)
Die Großen gehen voran: US-Präsident Obama (links) und Chinas Präsident Xi in HangzhouBild: Reuters/J. Ernst

China und die USA, die größten Verursacher von Treibhausgas-Emissionen, haben gleichzeitig das UN-Klimaschutzabkommen von Paris ratifiziert. US-Präsident Barack Obama und sein chinesischer Kollege Xi Jinping übergaben die entsprechenden Dokumente in Hangzhou an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Das Abkommen sei der entscheidende Schritt zur "Rettung unseres Planeten", sagte Obama. Zuvor hatte der Nationale Volkskongress in Peking für die Ratifizierung gestimmt.

Der formelle Beitritt beider Schwergewichte ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Inkrafttreten des Pakts. China ist für rund 25 Prozent des globalen Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich, auf dem zweiten Platz folgen die USA mit rund 15 Prozent.

Maximaler Anstieg um zwei Grad

Wirksam wird der im Dezember vereinbarte Klimavertrag erst, nachdem wenigstens 55 Staaten, die für mindestens 55 Prozent der Emissionen verantwortlich sind, ihn ratifiziert haben. Bisher sind dies - ohne China und die USA - 24 Staaten. Deutschland zählt noch nicht dazu. Ban zeigte sich in Hangzhou "optimistisch", dass das Abkommen noch in diesem Jahr in Kraft treten könne.

Politiker mit dem Gastgeber, Frankreichs Staatspräsident Hollande (re.) im Dezember in Paris (Archivbild: Reuters)
Feiern den Pakt: Politiker mit dem Gastgeber, Frankreichs Staatspräsident Hollande (re.) im Dezember in ParisBild: Reuters/S. Mahe

Mit dem Pakt verpflichtet sich die Staatengemeinschaft, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, höchstens aber auf zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Entwicklungsländer sollen technisch und finanziell unterstützt werden. In China hat die starke industrielle Entwicklung der vergangenen Jahre katastrophale Auswirkungen - inzwischen werden hunderttausende tödliche Erkrankungen auf die Umweltverschmutzung zurückgeführt.

"Welle des Ehrgeizes"

Die Chefin der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC), die Mexikanerin Patricia Espinosa, dankte den Regierungen in Peking und Washington für die Ratifizierung. Je früher das Abkommen "vollständig umgesetzt" werde, umso sicherer werde die Zukunft des Planeten sein, erklärte Espinosa. Ein von Ban für den 21. September in New York angesetztes Treffen werde für andere Staaten die Gelegenheit bieten, "sich dieser Welle des Ehrgeizes und des Optimismus in Richtung auf eine bessere Welt anzuschließen".

cgn/jj (afp, dpa, rtr)