USA sind Nordkoreas ″größter Feind″ | Aktuell Asien | DW | 09.01.2021
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Beziehungen

USA sind Nordkoreas "größter Feind"

Das lässt nichts Gutes hoffen: Anderthalb Wochen vor dem Machtwechsel im Weißen Haus sendet der nordkoreanische Machthaber Kim alles andere als versöhnliche Töne nach Washington.

Nordkorea | Pjöngjang | Parteikongress | Kim Jong Un

Wegen seines Atomprogramms international isoliert: Kim Jong Un

"Egal, wer (in den Vereinigten Staaten) an der Macht ist, die wahre Wesensart der USA und ihre grundlegende Politik gegenüber Nordkorea ändern sich nie", erklärte Kim Jong Un beim Kongress der herrschenden Partei der Arbeit in Pjöngjang. Daher müsse die Außenpolitik Nordkoreas "darauf ausgerichtet sein, die USA, unseren größten Feind und Haupthindernis für unsere innovative Entwicklung, zu zerrütten", erklärte der Machthaber nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Kim kündigte an, die Beziehungen zu "antiimperialistischen, unabhängigen Kräften" auszubauen und die nukleare Aufrüstung seines Landes voranzutreiben. Die Pläne für ein atombetriebenes U-Boot habe man inzwischen abgeschlossen, die Entwürfe befänden sich in der "Überprüfungsphase", sagte er.

Ein solches U-Boot würde das strategische Kräfteverhältnis verändern, da es Nordkorea ermöglichen würde, heimlich Raketen in die Nähe der US-Küste zu transportieren. Die Vorwarnzeit bei einem Angriff würde sich drastisch verkürzen.

Auf Eis

Kim und dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump war ein besonderes Verhältnis attestiert worden. Beide Staatenlenker hatten sich drei Mal persönlich getroffen. Ihr letzter Gipfel im Februar 2019 in Hanoi scheiterte jedoch. Seitdem liegen die Verhandlungen der US-Regierung mit Pjöngjang über einen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auf Eis.

Vietnam l Hanoi, Kim Jong Un und Donald Trump

Gipfeltreffen ohne Einigung: Kim und Trump vor fast zwei Jahren in Vietnam

Ende 2019 hatte Kim bei einer Sitzung des Zentralkomitees der Arbeiterpartei erklärt, dass sich Pjöngjang grundsätzlich nicht mehr an sein Moratorium für Tests von Atombomben und Interkontinentalraketen gebunden sehe. Auch die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea verschärften sich wieder.

Den künftigen US-Präsidenten Joe Biden attackierte Kim schon in der Vergangenheit verbal. Unter anderem bezeichnete er ihn als "tollwütigen Hund". Biden wiederum charakterisierte den Nordkoreaner während des US-Präsidentschaftswahlkampfs als "Verbrecher".

wa/mak (rtr, dpa, afp)

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