USA setzen neue Strafzölle in Kraft | Aktuell Amerika | DW | 01.09.2019
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Handelskonflikt

USA setzen neue Strafzölle in Kraft

Schuhe, Fernseher und sogar Windeln: Verbraucher in den Vereinigten Staaten müssen sich bei aus China importierten Konsumgütern auf Preiserhöhungen einstellen - dank US-Präsident Trump.

Der von Donald Trump angezettelte Handelsstreit mit China geht in die nächste Runde: Wie von ihm angekündigt, erheben die USA von diesem Sonntag an Strafzölle von 15 Prozent auf chinesische Importe im Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar. Erstmals seit Beginn des Konflikts vor gut einem Jahr sind auch Konsumgüter betroffen.

Mitte Dezember sollen dann weitere Strafzölle von ebenfalls 15 Prozent auf Konsumgüter im Wert von rund 160 Milliarden US-Dollar in Kraft treten. Dann würden auch Produkte wie Smartphones, Laptops und Kleidung erfasst.

Ursprünglich sollten sogar alle im August angekündigten Strafzölle bereits vom 1. September an gelten. Der Präsident ließ die zweite Tranche jedoch verschieben, um das für Handel und Konsumenten in den USA wichtige Weihnachtsgeschäft nicht zu belasten.

Heftiger Preissprung

Die neuen Zölle werden nach Überzeugung von Unternehmen zu höheren Preisen für die Verbraucher in den Vereinigten Staaten führen. So könnte etwa der Preis für ein Paar Laufschuhe aus China von 150 auf 190 Dollar klettern, wie der Verband der Schuhindustrie FDRA warnte. Nach seinen Angaben stammen 70 Prozent der in den USA verkauften Schuhe aus der Volksrepublik.

US-Präsident Donald Trump (Getty Images/A. Wong)

Wirft den Chinesen unfaire Handelspraktiken vor: Donald Trump

Neben den neuen Strafzöllen will Trump bald auch schon eingeführte Sonderabgaben weiter erhöhen - und zwar zum 1. Oktober um fünf Punkte auf 30 Prozent. Dabei geht es vor allem um chinesische Industriegüter.

Trump möchte die Regierung in Peking damit zum Abschluss eines umfassenden Abkommens bewegen, dass das bisherige Handelsdefizit zu Ungunsten der USA ausgleicht. Die Verhandlungen darüber sollen noch in diesem Monat fortgesetzt werden. China hat ebenfalls bereits umfangreiche Strafzölle auf US-Importe verhängt. Der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften schürt weltweit Ängste vor einem Konjunktureinbruch. 

wa/qu (dpa, afp)

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